Abschied von der Beratungsstelle

von Gemeinde Bottrop N

Es geht immer um Konflikte

Unser Bild zeigt das Team von der ´Beratungsstelle (v.l.): Marinella Maltese, Barbara Stumpf-Voßwinkel, Heike Kolonko, Sekretariat, und Gitta Werring. Foto: Bugzel

Bottrop - Und plötzlich hat man viel Zeit. Nach 34 Jahren im Dienst der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop ist jetzt Barbara Stumpf-Voßwinkel in den wohl verdienten Ruhestand getreten. Die 64-jährige Diplom Pädagogin leitete zunächst die TOT-Fuhlenbrock, seit 2001 arbeitete sie in der neu gegründeten Beratungsstelle für Lebensfragen, Schwangeren- und Schwangerschaftkonfliktberatung der Kirchengemeinde. Ihre Nachfolge hat Marinella Maltese angetreten.

"In unserer Arbeit in der Beratungsstelle ging und geht es immer um Konflikte", erzählt Barbara Stumpf-Voßwinkel. Die Frauen, die die Beratungsstelle im Martinszentrum aufsuchen, erhielten die gesetzlich vorgeschriebene Erstberatung bei Schwanderschaftsabbrüchen, Beratung während ihrer Schwangerschaft, bei der Familienplanung, Paarberatung, Beratung in persönlichen Lebenskrisen sowie Beratung und Begleitung nach Fehlgeburten oder plötzlichem Kindstod.

"Die Mehrzahl unserer Klientinnen ist im Alter von Mitte 20 bis Mitte 30, die Jüngste war ein Mädchen, das mit zwölf Jahren schwanger wurde", erinnert sich die Beraterin. Deutlich zugenommen hätten Ratsuchende aus prekären finanziellen Verhältnissen, Alleinerziehende, Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen und in den letzten zwei Jahren ratsuchende Flüchtlinge. Ergänzt, so die Diplom Pädagogin, werde die Arbeit der Beratungsstelle durch Angebote für Gruppen und Schulklassen zu den Themen Liebe, Freundschaft, Sexualität, Verhütung und Schwangerschaft.

"Im Ruhestand entdecke ich, dass man plötzlich deutlich mehr Zeit hat", sagte Barbara Stumpf-Voßwinkel. Sie hat sich fest vorgenommen, sich diese Zeit zu nehmen, viel zu lesen und ihrem Hobby, der Malerei, nachzugehen.

Ihre Nachfolgerin in der Beratungsstelle, Marinalla Maltese, ist in der Kirchengemeinde und in Bottrop keine Unbekannte. Die 52-jährige Sozialarbeiterin kam in den 1960er Jahren mit ihren Eltern aus Sizilien nach Deutschland und arbeitete seit 1990 in der Flüchtlingsberatung der Evangelischen Kirche Bottrop, leitete darüber hinaus die Integrationsagentur der Gemeinde. Die Evangelische Kirchengemeinde Bottrop wird Barbara Stumpf-Voßwinkel am Montag, 21. November un 11 Uhr mit einem kleinen Empfang im Martinszentrum verabschieden. Bu

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