20 Jahre fairer Pott-Kaffee

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Eine-Welt-Laden Bottrop war Vorreiter

Wie vor 20 Jahren trifft sich die Bottroper Eine-Welt-Gruppe regelmäßig zu einem Tässchen Pott-Kaffee. Foto: privat

Zu den 30 Städten, in denen seit 20 Jahren ein fair gehandelter Hochqualitätskaffee aus Kolumbien mit einem Emblem der jeweiligen Stadt verkauft wird, zählt auch Bottrop.

Und das Team, das sich damals für ökologisch produzierten und fair gehandelten Kaffee einsetzte, ist größtenteils auch heute noch aktiv mit dabei. Damals wie heute wird der Kaffee in einer Kooperative in Kolumbien hergestellt und verkauft. "Und zwar zu einem festgelegten Preis, der den Kaffeebauern vor Ort eine Sicherheit gibt, mit der sie rechnen können", erklärt Pfarrein Anke-Maria Büker-Mamy von der Bottroper Martinskirche.

Der "Pott-Kaffee" wird auch im Martinszentrum an Besucher oder bei Veranstaltungen ausgeschenkt. Eine kleine Verkaufsstelle ist in der Martinskirche nach den Gottesdiensten und zu Veranstaltungen geöffnet. Die Mitstreiter*innen der Eine-Welt-Gruppe hoffen, dass dies auch in den anderen Gemeinden des Kirchenkreises geschieht. "Denn fast alle Revierstädte haben "ihren" Pott-Kaffee, auch wenn nur auf der Bottroper Tüte der Tetraeder zu sehen ist", weiß Ursel Leibold.

Was seinerzeit in der Martinskirche und im Eine-Welt-Laden auf dem Eigen mit zaghaftem Verkauf seinen Anfang nahm, steht heute auf breiteren Füßen. Denn zu den kirchlichen Verkaufsorten und der Bio-Metzgerei Scharun, die ebenfalls seit 20 Jahren mit im fairen Boot sitzt, sind heute der Bio-Laden Bukes im Schatten der Martinskirche und der Fan-Laden an der Gladbecker Straße hinzugekommen.

Das Interesse am "Pott-Kaffee" sei nach wie vor groß, weiß Pfarrerin Büker-Mamy. Neben dem Geschmack und der sanften Röstung sei die Idee hinter der Kooperative in Kolumbien immer noch ein Argument für den "Pott-Kaffee", der sich auch als sinnvolles und schmackhaftes Geschenk eigne.

Damals hätten die Bauern Drogen angebaut, weil der Kaffeepreis auf dem Weltmarkt immer weiter gedrückt wurde, so die Bottroper Theologin. Durch den fairen Handel konnte man dem entgegenwirken. Die Bottroper Eine-Welt-Gruppe trifft sich übrigens immer noch regelmäßig alle 14 Tage, normalerweise dienstags in der Martinskirche. Bu

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