Computer für Deutschkurse

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Verein spendet sechs Rechner

In die Lernsotware der gespendeten Computer führte Ralf Hamm (vorne) ein. Pfarrerin Reile Hildebrandt-Junge-Wentrup, Sozialarbeiterin Marina Nußbaumer und Flüchtlingshelfer Andreas Schlebach zeigten sich interessiert. Foto: Bugzel

Gladbeck - Das Erlernen der deutschen Sprache ist eine der Grundvoraussetzungen für die gelungene Integration der zahlreichen Flüchtlinge. Sprachkurse sind daher unter ihnen heiß begehrt. Der großen Nachfrage nach Deutschkursen begegnet die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Gladbeck mit dem Angebot von derzeit zwölf Deutschkursen mit insgesamt rund 80 Flüchtlingen, die von 15 ehrenamtlichen Kräften unterrichtet werden. Weitere 20 Menschen stehen auf der Warteliste.

Jetzt kann sich die Flüchtlingsarbeit der Gemeinde über eine Computerspende freuen. Künfig können die Schüler mit rechnergestützten Sprachkursen lernen. Der gemeinnützige Verein Labdoo.org hat dazu sechs Rechner mit spezieller Lernsoftware gespendet. Ral Hamm, Vorsitzender des Vereins, stellte bei der Spendenübergabe das Konzept seiner Organisation vor, die weltweit tätig ist.

Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Vereins mit Sitz in Mühlheim sammeln von Privatleuten und Firmen gebrauchte Computer, Tablets und eBook Reader. Die gespendeten Geräte werden aufgearneitet, alle Daten sicher gelöscht und mit dem Betriebssystem Linux wieder fit gemacht, inklusive Lernsoftware mit Offline-Lexika -  und alles in Landesprache(n). Freiwillige Flug- oder Tansportpaten bringen die Geräte dann zu den Zielorten und übergeben sie den Schulen. Knapp 7.000 Rechner fanden so den Weg zu über 165.000 Schüler und Flüchtlingen in über 600 Schulen, Waisenhäuser, Kinder- und Jugendeinrichtungen weltweit.

Und Ralf Hamm konnte mit weiteren Zahlen beeindrucken: "Deutschlandweit fristen rund 22 Millionen ausrangierte Computer ihr Dasein, in einer Stadt von der Größenordnung Gladbecks sind das ca. 25.000 Geräte, die man noch sinnvoll nutzen kann."

Für alle Beteiligten sei die Arbeit seines Vereins eine Win-Win-Situation, denn Elektroschrott werde vermieden und Hilfsprojekte würden unterstützt - wie jetzt eben die Gladbecker Flüchtlingsarbeit. Hilfsprojekte können bei IT-Bedarf einen Antrag auf eine Spende des Vereins stellen, die Helfer sind dankbar für jedes gespendete Gerät. Über die Arbeit des Vereins kann man sich auf seiner homepage www.labdoo.org informieren. Gebrauchte Computer nimmt auch die Flüchtlingsarbeit im Gladbecker Bonhoeffer-Haus in Empfang, um sie an Labdoo.org weiterzuleiten. Bu

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