Das Werk eurer Hände sei gesegnet

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Evangelische Kirche von Westfalen stärkt Gehörlosenseelsorge

Pfarrer Hendrik Korthaus. Foto: privat

Christine Brokmeier, Ludwig-Henrik Korthaus, Eleonore Hauschild, Katja Lueg, Heike Kerwin, Barbara Plümer und Christian Schröder sind Gehörlosenseelsorger. Pfarrer Korthaus ist zuständig für die Region Ruhrgebiet und somit auch für den Evangelischen Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten.

Und so unterschiedlich ihre Gemeinden und facettenreich ihre Aufgaben auch sind - eines haben die fünf Pfarrerinnen und zwei Pfarrer gemeinsam: Sie sind jetzt in einem feierlichen Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Bochum-Werne in ihre neu geschaffenen landeskirchlichen Pfarrstellen eingeführt worden.

Die Arbeit an sich ist nicht neu - Gehörlosenseelsorge ist schon lange fester Bestandteil des kirchlichen Lebens in Westfalen. Neu ist aber die Verankerung in der Landeskirche. Im Rahmen der Gesamtkonzeption Seelsorge in der EKvW hatte die Landessynode bereits im November 2018 die Weichen neu gestellt, die landeskirchlichen Pfarrstellen geschaffen und damit die Gehörlosenseelsorge gestärkt und zukunftssicher verankert. Für die Gehörlosengemeinden landeskirchenweit ein Grund zur Freude.

Und ein wichtiges politisches Signal. Auch für Kirchenrätin Daniela Fricke, die die Konzeption als zuständige Referentin maßgeblich mit vorangetrieben hatte: "Endlich ist der Dienst, den wir in unserer Kirche schon seit so langer Zeit ausüben, verbindlich anerkannt. Endlich ist aus dem Auftrag ein Amt, eine ordentliche Pfarrstelle geworden." Endlich geschehe gebärdensprachliche Gemeindearbeit mit gehörlosen Menschen in der EKvW nach Plan, mit System und auf Zukunft hin, so die Kirchenrätin.

Sie dankte den Gehörlosenpfarrerinnen und -pfarrern "für die Kommunikation des Evangeliums, welche auf vielfältige Weise geschieht." Sie dankte ihnen für das Erlernen der Gebärdensprache, um so gehörlosen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und angemessen mit ihnen kommunizieren zu können. Und mit Blick nach vorn wünschte Daniela Fricke: "Seid gewiss, dass Gott euch freundlich zugewandt bleibt in eurem Dienst. Und vertraut darauf, dass er das Werk eurer Hände segnet."

Das Aufgabenspektrum dieser "leisen Seelsorge mit Herz und Hand" ist vielfältig und stellt die neuen Pfarrerinnen und Pfarrer vor besondere Herausforderungen: Zu ihren Aufgaben gehören regelmäßige Gottesdienste in Deutscher Gebärdensprache (DGS) in den Gehörlosengemeinden und Regionen, Taufen, Trauungen und Bestattungen für Gehörlose und deren Angehörige. Einzelseelsorge, bei Bedarf auch Konfirmandenunterricht mit Elternarbeit in Kooperation mit den Schulen vor Ort. Die Gewinnung, Ausbildung und Begleitung von Ehrenamtlichen in den Gemeinden, die Erstellung und Nutzung visuell ansprechender Medien, Kontakte zu ökumenischen Partnern und vieles mehr.

Pfarrer Hendrik Korthaus steht bei Bedarf auch den Gemeinden im Kirchenkreis zur Verfügung. Kontakt: Tel. 0 23 63/72 83 35, Mail: Hendrik.Korthaus@gebaerdenkreuz.de, Internet: www.gebaerdenkreuz.de . Bu/EKvW

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