Dauerausstellung komplett

von Gemeinde Gladbeck N

Interaktive Tafel begeistert Besucher

Jochen Seeber, stellv. Vorsitzender der Freunde und Förderer des MLFR, stellte die interaktive Tafel vor. Foto: Bugzel

Gladbeck - Im April 2010 wurde sie im Gladbecker Martin Luther Forum Ruhr (MLFR) eröffnet, zwei Jahre später erweitert und in diesem Jahr abschließend erneuert und ergänzt: Die Dauerausstellung "Reformation und Ruhrgebiet" ist neben dem umfangreichen Veranstaltungsprogramm ein zentraler Pfeiler des Forums.

Als ein bürgerschaftliches Projekt von, mit und für den Bürger beschreibt MLFR-Chef Dr. Martin Grimm das Projekt und empfielhlt, "einfach mal reinzugehen" und den Spuren der Reformation in der Region nachzugehen. "Reformation ist Freiheit", erklärt Grimm. Das sei in drei Worten zusammengefasst die Botschaft der Dauerausstellung.

Der Grüdnungscharakter des Forums solle in dieser Ausstellung erlebbar gemacht werden. Mit Blick auf das 500. Reformationsjubiläum 2017 wurde die Ausstellung erweitert und ein Stück weit interaktiver gemacht. Wie die Reformation und mit mit ihr die Evangelischen Christen ins Ruhrgebiet kamen, können die Besucher mit Hilfe einer interaktiven Tafel selbst erkunden. Vom Thesenanschlag Luthers 1517 über den Augsburger Relifionsfrieden 1555 oder das Jahr 1815, als die ersten Evangelischen Gemeinden im Vest Recklinghausen entstanden, bis hin zur Gegenwart.  Stellt man sich auf einen auf den Boden gemalten "Standpunkt", geht in einem benachbarten Raum das Licht an und man liest: "Fürchtet euch nicht".

Auf vier Ebenen zeigt die Dauerausstellung - unterstützt durch moderne Medien, Audio- und Lichttechnik - Bilder, Gegenstände, Texte und andere Exponate aus der Zeit der Reformation bis ins 21. Jahrhundert. Ein besonderes Highlight ist ein so genanntes "Handlettering", eine typografische Kontur des Ruhrgebietes, wie eine Art Puzzle gefüllt mit über 100 Begriffen, die zur Diskussion anregen sollen. "Denn nur derjenige, der den eigenen kulturellen Hintergrund kennt und sich sicher in ihm bewegt, kann kompetent und offen in Dialoge mit anderen Religionen, Kulturen und auch in die Selbstreflexion des eigenen Handelns in den Alltag eintreten", ist Dr. Grimm überzeugt.

Die Dauerausstellung in der ehemaligen Markuskirche an der Bülser Straße 38 in Gladbeck wurde am Tag des offenen Denkmals offiziell vorgestellt. Der Eintritt ist ab sofort frei. Infos: www.lutherforum-ruhr.de Bu

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