Fest der Begegnung

von Gemeinde Bottrop N

Das Leben feiern

Hier im Bottroper Martinszentrum steigt am 20. Mai um 17 Uhr das Fest der Begegnung. Foto: Bugzel

Bottrop - Menschen, die auch in Bottrop Schutz vor Krieg und Terror in ihrer Heimat suchen, sind im Stadtbild sichtbar. Sie begegnen Gemeindegliedern am Mittwochmorgen im Flüchtlingscafé, man trifft sie beim Einkaufen oder im Bus, manche feiern in den Kirchen gemeinsam Gottesdienst.

Ein Fest der Begegnung am Freitag, 20. Mai um 17 Uhr im Bottroper Martinszentrum soll eine weitere Möglichkeit bieten, sich kennenzulernen, miteinander zu essen und zu trinken, Musik aus den verschiedenen Kulturen zu genießen und jenseits aller Probleme das Leben zu feiern. Zu diesem Fest laden die Flüchtlingsberatungsstelle der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop, die Eine-Welt-Gruppe, die Integrationsagentur und das Mehrgenerationenhaus ein.

Die Gemeinde Bottrop sei entstanden, weil Evangelische aus Schlesien, Masuren und Ostpreußen vor über 100 Jahren in Bottrop Arbeit und ein neues Zuhause gefunden haben. "Das haben wir nicht vergessen, als es darum ging, ein gutes Miteinander mit den "Gastarbeitern", die vor etwa 60 Jahren überwiegend aus der Türkei kamen, zu gestalten", sagt Pfarrer Klaus Göke.

So habe man Menschen, die in den früheren Jahrzehnten auf ihrer Flucht in die Stadt kamen, beraten und aufgenommen oder ihnen im Fall einer drohenden Abschiebung beigestanden. "Sie fast 40 Jahren engagieren wir uns für gerechtere Verhältnisse in unserer Welt", erklärt Brigitte Wagner von der Eine-Welt-Gruppe der Gemeinde. So zum Beispiel durch den Kampf gegen die Apartheid in Südafrika oder durch die Unterstützung des fairen Handels. "Durch die Partnerschaftsarbeit mit dem Partnerkirchenkreis Jimbo la Mashariki im afrikanischen Tansania haben wir konkrete Vorstellungen von den Lebensbedingungen vor Ort", betont Pfarrer Göke. Mit all dem wolle man verhindern, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

"Die so genannte "Flüchtlingswelle" kommt für uns nicht überraschend und wir rechnen nicht mit einer schnellen Lösung", räumt Pfarrerin Anke-Maria Büker-Mamy ein. Eine Anlaufstelle im Flüchtlingscafé, Informationen, ein menschlicher Umgang, praktische Hilfe und das fröhliche Fest der Begegnung am 20. Mai seien geeignete Schritte, den sozialen Frieden in Bottrop zu fördern und zu erhalten. Für das Fest haben viele Ehrenamtliche, darunter auch Mitglieder des Lion Clubs, ihre Unterstützung zugesagt. Bu

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