Friedensgebete für die Ukraine

von Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Ich schreibe diese Kolumne am Donnerstag. Heute Morgen bin ich mit den Nachrichten vom Krieg aufgewacht. Und mit Kriegsnachrichten aufzuwachen ist schlimm. Noch viel schlimmer ist es, im Krieg aufzuwachen. So ging es heute vielen Menschen in der Ukraine, deren Leben sich über Nacht völlig verändert hat. Vor meinen Augen sehe ich das große Leid, dass jetzt über viele Menschen kommt, die um ihre Sicherheit und ihr Leben fürchten. Ich denke besonders an die vielen Kinder, in deren Städte und Dörfer jetzt Leid und Tod einziehen. Darunter sind Dreijährige, wie mein eigener Sohn, der morgen in der Kita Karneval feiert. Dieser Gegensatz ist kaum auszuhalten.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine ist ein Akt des Bösen. Es ist ein furchtbarer Tag für die Menschen dort. Und auch ich selbst bekomme es mit der Angst zu tun. Mit Worten des orthodoxen Patriarchen Kyrill bete ich: „Erweiche die Herzen derer, die hart geworden sind.“

Die Kirchen haben zu Friedensgebeten aufgerufen: Für Frieden beten kann und sollte jede Christin und jeder Christ für sich – und wir werden es auch in unseren Kirchen und Gemeinden tun.

Am Ende seines Lebens, am Abend vor der Kreuzigung, sagte Jesus zu seinen Jüngern: „In der Welt habt ihr Angst, doch seid getröstet, denn ich habe die Welt überwunden.“

Für mich und viele Menschen des Glaubens ist es ein Trost, dass Gott sich nicht ändert. Darin finden wir Entschlossenheit, Frieden und Sicherheit: Nicht in immer größerem Mut, sondern im Wissen, dass wir für immer in starken Armen gehalten sind. Es sind die Arme dessen, den die Bibel den Fürst des Friedens nennt.

Dass er bei den Kindern, Familien und allen Menschen in der Ukraine ist, ist heute mein Gebet. (Steffen Riesenberg)

 

 

Podcast

In Anlehnung an die Kolumne haben wir mit Superintendent Steffen Riesenberg am 01.03.2022 eine Sonderausgabe unseres Podcasts "WortSchritte" aufgenommen. Die "FriedensSchritte" zum Krieg in der Ukraine können Sie kostenlos HIER hören.

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