Gemeinsam für Gladbeck

von Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

 

Foto Vertreterinnen und Vertreter von Judentum, Christentum und Islam beim interreligiösen Gebet am Gladbecker Rathaus.

Die Kundgebung zum Tag der Arbeit am 1. Mai begann in Gladbeck mit einem interreligiösen Gebet für den Frieden. Die Initiatoren vom DGB, Walter Hüßhoff und Dustin Tix, hatten Vertreterinnen und Vertreter aus Judentum, Christentum und Islam darum gebeten. Bei strahlendem Sonnenschein war der Platz vor dem historischen Rathaus schon gut gefüllt, als der Gottesdienst gegen 13.00 Uhr begann.

Mustafa Duyan begann mit der Rezitation einer Sure aus dem Koran, in der es um die sichtbaren Zeichen der Güte Gottes geht. Das Gebet wurde anschließend auch auf deutsch vorgetragen. Kantor Stanislav Krasnokoutski aus der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen rezitierte ein Friedensgebet, zunächst auf hebräisch, später auch auf deutsch. Die Beiträge wurden durch Lieder aufgelockert, die die One World Band, die aus Geflüchteten aus vielen Ländern besteht, unter der Leitung von Norbert Gerbig beitrug.

Für die christlichen Kirchen sprachen Superintendent Steffen Riesenberg und Pfarrerin i.R. Reile Hildebrandt-Junge-Wentrup. Riesenberg legte das Wort des Propheten Jeremia aus: Suchet der Stadt Bestes! Diese Worte habe Jeremia an die exilierte Gemeinde in Babylon geschrieben. Es gehe also nicht nur um die Heimatstadt, so der leitende Pfarrer des Kirchenkreises: „Das ist Gottes Aufforderung, dich einzusetzen, da, wo du jetzt gerade bist. Da, wo du jetzt gerade arbeitest. Da, wo die wirren Wege des Lebens dich jetzt gerade hin verschlagen haben.“

Pfarrerin Hildebrandt-Junge-Wentrup hatte schließlich ein Fürbittengebet formuliert, in dem die Vertreterinnen und Vertreter der Religionen auf jede eigene Weise Gott um Frieden baten.

Im Anschluss gab es, nach langer Pause, erstmals wieder eine Kundgebung zum 1. Mai in Gladbeck. Neben Bürgermeisterin Bettina Weist und verschiedenen Abgeordneten hielt der Vorsitzender der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag, Jochen Ott, eine Rede. Unter dem Motto „Mehr Lohn, mehr Freizeit, mehr Sicherheit“ fand dann auch noch eine Podiumsdiskussion statt.

Foto: Hennig/Stadt Gladbeck.

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