Hermann-Schneider-Haus

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Diakoniepfarrer verleiht Heim seinen Namen

Diakoniepfarrer Karsten Herbers, Alexander Escher, Prokurist der SeLe GmbH, Bernd Samson, Geschäftsführer der SeLe und Karl-Heinz Kinne, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes (v.l.) stellten das neue Hermann-Schneider-Haus vor. Foto: Horst

Die letzten Arbeiten im neuen Wohnhaus der Selbstbestimmten Lebensräume (SeLe) für Menschen mit geistiger Behinderung an der Robert-Brenner-Straße in Bottrop sind fast abgeschlossen. Ab August können die ersten Bewohner in das neue Heim des Diakonischen Werkes einziehen. Wie bereits das erste SeLe-Haus, das Hans-Reitze-Haus, wird auch das neue Heim nach einem bekannten Bottroper Diakoniepfarrer benannt: Hermann Schneider.

Der gebürtige Siegerländer verstarb am 24. April letzten Jahres im Alter von 77 Jahren. Hermann Schneider verantwortete von 1985 bis zu seiner Pensionierung 1998 als Diakoniepfarrer des Kirchenkreises sowie als Vorstand des Diakonischen Werkes die diakonische Arbeit der Evangelischen Kirche in der Region.

In diesen Jahren hat er mit der Errichtung des Dorothea-Buck-Hauses, des Ernst-Wilm-Hauses, dem Aufbau von Werkstätten für psychisch kranke Menschen sowie der Umgestaltung des Rotthoffshofes zu einer ökologisch-landwirtschaftlichen Betriebsstätte für Menschen mit Behinderungen maßgeblich den lokalen Bezug in der Eingliederungshilfe der Diakonie weiterentwickelt.

"Die gemeinsame Gesellschaft der Diakonischen Stiftung Wittekindshof und unserem Diakonischen Werk steht mit ihren Angeboten für Selbstbestimmung und Orientierung an den individuellen Bedürfnissen der Menschen mit Behinderung", betont Klaus Schmitz, Geschäftsführer der SeLe. Dies bedeute auch, den betroffenen Menschen jeweils eine möglichst wohnortnahe Unterstützung anzubieten. "Diesem Ziel war Hermann Schneider in seinem Wirken stets verbunden. Auch dank seines engagierten Einsatzes finden Menschen mit Behinderung seit über 30 Jahren in ihrer Heimat Bottrop ein Zuhause und Arbeit", so Schmitz.

Ein besonderer Schwerpunkt des Hermann-Schneider-Hauses liegt auf der Unterstützung von Menschen mit schwerstmehrfachen Behinderungen mit einem erhöhten Pflegebedarf. Das Wohnangebot richtet sich an Menschen mit geistiger Behinderung aus der Region aber auch an alle diejenigen, die bislang noch in einer heimatfernen Einrichtung des Wittekindhofes wohnen, aber gerne wieder in ihre alte Heimat Bottrop zurückkehren möchten. Bu/Ho

Zur Newsübersicht