Interreligiöses Friedensgebet

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Signal gegen Rechtsextremimus

Judith Neuwald-Tasbach wird beim Friedensgebet eine Ansprache halten. Foto: Bugzel

Hervorgegangen ist diese Veranstaltung aus dem alljährlichen Interkulturellen Friedenstag im Gladbecker Stadtteil Butendorf. Als diese Veranstaltung nichr mehr stattfand, schlossen sich christliche, jüdische, muslimische und alevitische Frauen zusammen, um miteinander ins Gespräch zu kommen, Vorurteile abzubauen und einmal im Jahr gemeinsam für den Frieden zu beten. In den letzten Jahren kamen zu dem Friedensgebet, bei dem die Akteurinnen Texte und Gebete aus den unterschiedlichen Religionen vortragen, immer bis zu 120 Besucher*innen.

"Ich möchte, dass unsere Kinder in einem Land leben können, in dem sie keine Angst haben müssen, nur weil sie jüdischen Glaubens sind", erklärt Judith Neuwald-Tasbach, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, zu der auch Gladbeck gehört. Oft sei es nur die Unkenntnis über jüdisches Leben, die zu falschen Vorstellungen führe.

Im Arbeitskreis "Hand in Hand für den Frieden" könne man auch über schwierige Themen sprechen. "Ich konnte so deutlich machen, wie weh es tut, wenn man angegriffen wird, nur weil man eine Kipa trägt", sagt Judith Neuwald-Tasbach. Daher werde sie im Rahmen des Friedensgebetes eine Ansprache halten, die sich mit dem zunehmenden Rechtsextremismus beschäftigt.

Eröffnet wird der Friedensappell mit einem Text von Martin Luther King. In verschiedenen Rollen werden Gebete vorgetragen, die der Sammlung "Gemeinsam vor Gott - Gebete aus Judentum, Christentum und Islam" entnommen sind.

Die musikalische Gestaltung übernehmen der Chor "Take Note" unter der Leitung von Stephani Lotz und Mehmet Akif Ergün, der auf einer tradintionellen Bambusflöte spielen wird. Aus das Internationale Mädchenzentrum Gladbeck wird sich in diesem Jahr an dem Friedensgebet beteiligen. Bu

Zur Newsübersicht