Kirchenkreis trauert um Pfarrer i.R. Rolf Ehring

von Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Der Evangelische Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten und die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Gladbeck trauern um Pfarrer i.R. Rolf Ehring, der Anfang der Woche nach längerer Krankheit im Alter von 78 Jahren in Bottrop gestorben ist.

Geboren 1942 in Essen wuchs er mit seiner Mutter aufgrund der kriegsbedingten Evakuierung zunächst für einige Jahre im Osten Deutschlands auf und kam 1952 nach Bottrop. Als 15-jähriger begann er eine Ausbildung zum Universalfräser bei Ruhrglas. Später orientierte er sich beruflich neu. Rolf Ehring durchlief die Ausbildung an der Evangelistenschule „Johanneum“ in Wuppertal und war danach als sogenannter Sekretär beim Christlichen Verein Junger Männer (CVJM) in Essen tätig. Auf dem Abendgymnasium holte er berufsbegleitend sein Abitur nach und begann mit dem Theologiestudium in Bochum. Sein Vikariat trat er 1981 in Gladbeck-Rentfort an, wo er anschließend auch die Pfarrstelle übernahm, die er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Juni 2007 innehatte.

Rolf Ehring hatte einen Blick und ein Herz für Menschen in Not. Er suchte nach praktischen Antworten für Männer und Frauen, die Unterstützung brauchten. Die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus in Predigt, Gebet und konsequentem, glaubwürdigem Handeln war seine Lebensberufung. Mit großer Verbindlichkeit versah er seinen Dienst in Gottesdiensten, Andachten und Amtshandlungen. Vielen ist er in seiner Gemeinde in Rentfort und Ellinghorst zu einem treuen Seelsorger geworden.

Rolf Ehring gehörte zu den Mitbegründern des Vereins „Herz und Hände für Tschernobyl“, der bis heute regelmäßig Hilfstransporte nach Weißrussland auf den Weg bringt.

Kirchengemeinde und Kirchenkreis nehmen Abschied in Dankbarkeit für die Segensspuren, die Pfarrer i.R. Rolf Ehring hinterlassen hat und die bis heute zu finden sind. Wir wissen ihn auch nach seinem Tod in der Nachfolge Jesu. Es stimmt, was der Apostel Paulus sagt:

„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“ (1. Korinther 13.12)

Pfarrer Rolf Ehring bei seiner Verabschiedung vor der Martin Luther-Kirche in Rentfort, gemeinsam mit den Kolleginnen Gabriele Anicker (links außen) und Brigitte Ellgaard (rechts außen).

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