Konfi-Camp am Sorpesee

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Jugendliche üben sich in christlicher Gemeinschaft

93 Konfirmand*innen aus Bottrop nahmen an dem Konfi-Camp am Sorpesee teil. Foto: Bokelmann

Was auf den ersten Blick eher nach gepflegter Langeweile für die jungen Leute aussah, entpuppte sich als Glücksgriff - nicht nur, weil die Jugendherberge modern ist und erstklassige Verpflegung serviert, auch die Talsperre selbst und die umliegenden Wälder waren einfach ideal.

"Wir wussten nicht, ob dieses Haus Norderney toppen kann, aber wir fühlen uns hier super wohl. Kinder, Jugendliche und die Erwachsenen", erklärte Lara Schlüter, die für die Organisation des diesjährigen Konfi-Camps verantwortlich zeichnete.

93 Teilnehmende aus allen Bottroper Gemeindebezirken trafen sich an der Paul-Gerhardt-Kirche in Bottrop-Boy zur Abfahrt. Dazu kamen noch einmal 48 Hauptamtliche und Teamer, die das Camp leiteten. Teamer sind Ex-Konfirmanden, die ehrenamtlich mit zunehmendem Alter immer anspruchsvollere Leitungsaufgaben in der kirchlichen Arbeit übernehmen, und die so eine wichtige Schnittstelle zwischen den Theologen und den zwölf bis 13-jährigen Teilnehmern bilden.

Das Konfi-Camp ist ein wichtiger Bestandteil der Konfirmandenausbildung. "Hier steckt in jeder Faser Kirche drin", versicherte Pfarrer Steffen Riesenberg. Man lebe von morgens bis abends eine christliche Gemeinschaft mit den Jugendlichen, erklärte der Jugendpfarrer der Gemeinde. "Dabei streichen wir diese Freizeit nicht christlich an, sondern bringen unsere Themen ganz selbstverstädlich ins Gespräch ein." Kirche, so der Seelsorger, sei somit keine Blase, in der alles anders ist, sondern völlig normaler und gegenwärtiger Alltag.

Tatsächlich gab es einen strammen Plan voller Spiele und Aktionen. Die Jugendlichen probierten sich in Batik aus, bauten Flöße, machten Musik, tanzten, wanderten und vieles mehr. Und selbst wenn das Smartphone aus dem Alltag der jugend Menschen nicht mehr wegzudenken ist, hier tauchte es kaum auf.

"Wir bieten hier eine geschützte Freizeitwelt, in der alle mal aus sich heraus gehen können, ohne die Sorge haben zu müssen, das etwas peinlich ist", hob Pfarrer Riesenberg hervor. Und es sei ein Zeitfenster, in dem es auch um Respekt, Wertschätzung und Höflichkeit ging.

Das Bottroper Konfi-Camp ist ein erfolgreiches Format mit hohem Spaßfaktor, an dem in diesem Jahr sechs Pfarrer*innen teilnahmen. Plus Erzieherinnen, Sozialarbeiter und viele mehr. Verbunden ist es mit einem erheblichen organisatorischen Aufwand, die Planung begann bereits vor einem Jahr. Bu/Bo

Zur Newsübersicht