Konfirmandenarbeit fördert soziales Engagement

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Ein Beitrag zur Zivilgesellschaft

Unser Bild zeigt KonfirmandInnen, die in diesem Jahr in der Bottroper Martinskirche eingesegnet wurden. Viele von ihnen engagieren sich auch in der Evangelischen Jugendarbeit. Foto: privat

Die Evangelischen Kirchen in NRW hatten die Studie im Rahmen einer bundesweiten Studie über das Engagement junger Menschen beim Lehrstuhl für Religionspädagogik an der Universität Tübingen in Auftrag gegeben. Die repräsentative NRW-Studie hat 1.100 Personen im Alter von 18 bis 26 Jahren befragt und gibt Aufschluss darüber, wie die Konfirmandenzeit nachwirkt.

In den NRW-Kirchengemeinden beeinflussen vor allem die Praktika während der Konfirmationszeit nachhaltig die Einstellung zum Ehrenamt. Die Konfirmandenarbeit leistet so einen wertvollen Beitrag auch zur Zivilgesellschaft. Das zeigt sich auch darin, dass sich junge Erwachsene mit kirchlichem Hintergrund in NRW in allen gesellschaftlichen Bereichen stärker engagieren als die Gesamtheit ihrer Altersgruppe.

"Ehrenamtlichkeit junger Menschen ist auch ein bundesweites Phänomen, insofern lassen sich viele Befunde aus NRW auch auf andere Bundesländer übertragen", sagte Prof. Dr. Friedrich Schweitzer, Religionspädagoge an der Evangelischen Fakultät der Universität Tübingen und zuständig für die Studie.

Für die jungen Menschen in NRW spiele der Glaube als Motiv aber eine stärkere Rolle. "Zugleich fühlen sie sich in den Gemeinden stärker gebraucht." Außerdem hätten sie hier besonders gute Möglichkeiten, in ihrer Konfi-Zeit ehrenamtliches Engagement auszuprobieren, was sich sehr positiv auf ein späteres Engagment auswirke.

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in NRW weist mit Blickt auf die Studie auf die Bedeutung der Jugendarbeit insgesamt für das Engagement junger Menschen hin. "Eine Kirche, die auch zukünftig von gesellschaftlicher Relevanz sein möchte, tut gut daran, sich über die Konfirmandenarbeit hinaus mit ihren Angeboten auch an junge Menschen zu richten, die nicht Evangelisch getauft sind", sagte Simone Enthöfer, Landesjugendpfarrerin der rheinischen Kirche. Es sei für junge Menschen wichtig, nicht nur Teilnehmende zu sein, sondern selbst Akteure. Bu

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