Synode stimmt per Briefwahl ab

von Ev. Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Die Mitglieder der Kreissynode bekommen jetzt dicke Briefumschläge, darin liegt ein großer Packen an Briefwahlunterlagen. Neben den Stimmzettel und dem Rückumschlag gibt es auch ausführliche Portraits der Kandidatinnen und Kandidaten. Die Corona-Pandemie hatte die "Abstimmung im Umlaufverfahren", wie die Briefwahl im Kirchensprech heißt, nötig gemacht. "Auf diese Weise können wir unsere wichtigsten Gremien neu wählen, ohne das Risiko eines großen Treffens mit über 80 Personen in Kauf zu nehmen", sagt Superintendent Steffen Riesenberg. Die Planung für die Briefwahlen läuft seit dem Sommer, weil es solche Wahlen zum ersten Mal gibt, waren im Vorfeld viele Details zu klären. "Um den Vorschriften des kirchlichen Rechts zu genügen, brauchen wir insgesamt 18 Stimmzettel," sagt der Superintendent. Das komplizierte Verfahren mache Sinn, weil sich darin der synodale Prozess abbilde: "Beim kirchlichen Amt geht es wie in der Politik auch um Vertrauen."

Gewählt werden die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes, das ist der Vorstand des Kirchenkreises, mit Ausnahme von Superintendent Riesenberg. Er wurde im Februar für eine achtjährige Amtszeit gewählt und steht erst 2028 wieder zur Wahl. In der Briefwahl steht Stellvertreter Achim Solty zur Wiederwahl, ebenso geht es um den Sitz des Scriba, des dritten theologischen Mitglieds im Vorstand. Dafür stehen Pfarrer Dr. Andreas Deppermann aus Dorsten und Pfarrer Martin Schäfer aus Gladbeck zur Wahl. Um die übrigen sechs Plätze bewerben sich ehrenamtliche Mitglieder aus Gladbeck, Bottrop und Dorsten.

In der Briefwahl werden außerdem drei Delegierte zur westfälischen Landessynode gewählt und der Finanzausschuss und der Nominierungsausschuss werden neu berufen. So kann die Synode im Ende November vorbereitet werden. Sie soll wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden und die übrigens Ausschüsse wählen sowie die Beauftragungen und Delegationen aussprechen.

Die Synodalen sollen ihre Stimmzettel bis zum 23. September zurückschicken, am 24. September wird ein extra berufener Wahlausschuss die Wahl auszählen. Ihm gehören ein Jurist, ein Pfarrer und zwei Mitarbeiterinnen der Verwaltung an. Das Wahlergebnis wird am 25. September publiziert – auch hier auf der Internetseite. (sr)

   

 

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