Tag des offenen Denkmals

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Im Reich der Schwarzen Kunst

Hier kann am 10. September gedruckt werden. Nachbau der Druckerpresse. Foto: Andrea Conrad

Johannes Gutenberg hatte vor der Mitte des 15. Jahrhunderts den Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden. Im Zusammenwirken mit der Reformation löste der Buchdruck eine Medienrevolution aus, denn mehr als alles Gold hat das Blei die Welt verändert.

Am "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag, 10. September, steht im Martin Luther Forum Ruhr (MLFR) die historische Druckerwerkstatt im Mittelpunkt. Von 14 bis 18 Uhr wird diese faszinierende Geschichte des technischen Fortschritts anschaulich erzählt und demonstriert.

Denn in der Dauerausstellung "Reformation und Ruhrgebiet" steht eine voll funktionsfähige Druckerpresse Gutenbergscher Konstruktion. Sie wurde vom Tischlermeister Dankmar Bumblis (Barth bei Stralsund) angefertigt. Unter dem Motto "Im Reich der Schwarzen Kunst" stehen an diesem Veranstaltungstag das Grundprinzip des Handsatzes und dessen Umsetzung im Handpressdruck im Mittelpunkt. Anschauungsobjekte machen dies erfahrbar. Leicht verständlich wird durch die einzelnen Stufen des Drucks geführt und alle Aspekte der Erfindung Gutenbergs werden offengelegt.

Darüber hinaus kann man sich den Druckprozess an der rekonstruierten Gutenbergpresse selbständig erschließen und einen Handabzug an der Presse durchführen. In der Ausstellung sind u.a. auch fünf Originaldrucke einer Lutherbibel zu sehen - noch zu Lebzeiten Luthers erschienen; diese Blätter wurden gedruckt von Hans Lufft, Wittenberg 1540. Um 16 Uhr startet am 10. September in der Ausstellung "Reformation und Ruhrgebiet" die Themenführung "Von der Gutenbergpresse zu social media. Wort und Bild im Laufe der Zeit". Auch durch das Gebäudeensemble des MLFR werden Führungen angeboten. Der Eintritt am Tag des offenen Denkmals und zur Führung ist frei.

Die ehemalige Markuskirche, heutiges MLFR, wurde 2008 unter Denkmalschutz gestellt und 2010 in das Förderprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz aufgenommen. Bu/Weco

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