Trauer um Pfarrer i.R. Helmut Disselbeck

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Altsuperintendent Pfarrer i.R. Helmut Disselbeck verstarb im Alter von 87 Jahren in Kiel. Foto: Bugzel

Kirchenkreis - Der Evangelische Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten trauert um Pfarrer i.R. Helmut Disselbeck. Der Altsuperintendent des Kirchenkreises verstarb am 30. April 2016 im Alter von 87 Jahren in seiner Wahlheimat Kiel.

Helmut Disselbeck wurde am 19. März 1929 als Sohn eines Bergmanns in Bochum geboren. Sein Studium der Evangelischen Theologie führte ihn von 1949 bis 1954 nach Wuppertal, Heidelberg und Münster. Nach seinem ersten thologischen Examen absolvierte Disselbeck sein Vikariat in der Gemeinde Recklinghausen Suderwich. Nach seinem zweiten theologischen Examen begann der Verstorbene seinen Dienst als Pfarrrer in Gladbeck, wo er am 24. Februar 1957 ordiniert wurde.

Als einer der wenigen Theologen arbeitete Disselbeck ein Jahr lang als Lehrhauer auf der Schachtanlage Matthias-Stinnes III/IV, eine Tätigkeit, die ihn Zeit seines Lebens prägte und in seiner tiefen Verbundenheit zum Ruhrbergbau und zur Arbeitswelt zum Ausdruck kam. Es folgte die Übernahme einer Pfarrstelle in der Gemeinde Marl-Drewer. In den 17 Jahren seiner dortigen Dienstzeit als Gemeindepfarrer baute er gemeinsam mit anderen Akteuren den Evangelischen Stadtkirchenverband Marl auf, leitete zeitweise das Diakonische Werk und eine Familienbildungsstätte. Als Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) leitete Disselbeck auch den Strukturausschuss der EKvW.

Im Sommer 1975 wechselte der Theologe in eine Gemeinde nach Kiel. Über die Gemeindearbeit in Kiel hinaus wirkte der Verstorbene im Gemeindeverband Kiel und im Finanzausschuss des dortigen Kirchenkreises mit. Als Nachfolger von Pfarrer Bathasar von Bremen wurde Helmut Disselbeck am 12. August 1984 in sein Amt als Superintendent des Kirchenkreises Gladbeck-Bottrop-Dorsten eingeführt. Krankheitsbedingt trat er im März 1991 in den Ruhestand.

Helmut Disselbeck stand exemplarisch für eine Kirche, die an den Sorgen der Menschen unmittelbar teilnahm. Der Altsuperintendent sah sich immer als Pastor für die Arbeiter des Kirchenkreises. Er fühlte, dass das Verhältnis zwischen arbeitender Bevölkerung und Kirche Engagment brauchte. Darüber hinaus sah er die besonderen Aufgaben der Kirche im Ruhrgebiet immer ökumenisch. In seinem Kirchenkreis war er ein glaubwürdiger Vertreter des Evangeliums für die Menschen dort, aber auch für die gesellschaftliche Öffentlichkeit.

In seine Amtszeit als Superintendent fiel auch die Einrichtung des lokalen Rundfunks in NRW. Im Lokalfunksender Radio-Emscher-Lippe vertrat der die Veranstaltergemeinschaft als Vorsitzender. Auch in seinem Ruhestand nahm Helmut Disselbeck regen Anteil am Leben und der Arbeit in seinem ehemaligen Kirchenkreis, bis zu seinem Tod versäumte der Verstorbene es nie, der Kreissynode zu ihren jährlichen Tagungen seine sehr persönlichen und humorvollen Grüße auszurichten. Bu

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