Westfälische Präses ruft zum Klimastreik auf

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Wissenschaftlich erwiesener Tatbestand

Präses Annette Kurschus ruft zum Klimastreik auf. Foto: EKvW

"Der Klimawandel ist mit seinen verheerenden Folgen ein wissenschaftlich erwiesener Tatbestand", erklärte die westfälische Präses Dr. h.c. Annette Kurschus in Bielefeld. Wer dies leugne, verkenne die Zeichen der Zeit. Kirchengemeinden und Gemeindegruppen mit ihren Freunden und Familien sollten sich am Klima-Aktionstag beteiligen.

Wo es zu verantworten sei, sollt es es kirchlichen Mitarbeitenden ermöglicht werden, ihre Arbeitszeit zu unterbrechen und ein Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung zu setzen.

"Nehmen Sie an den regionalen Demonstrationen teil oder folgen Sie dem Ruf der Glocken zu einer Andacht oder zu Gebeten, wo diese angeboten werden", ermutigte Kurschus. "Beten Sie um Weisheit und Mut für die Entscheiderinnen und Entscheider in Politik und Wirtschaft."

Am 20. September wird es anlässlich der Sitzung des deutschen Klimakabinetts und des UN-Klimagipfels vom 21. bis 23. September in New York an vielen Orten große Demonstrationen geben. Zum ersten Mal werden explizit nicht nur Schüler*innen, sondern alle Generationen von "Friday for Future" zum Klimaprotest eingeladen, um für die Einhaltung des Pariser Abkommens zu demonstrieren.

"Jetzt braucht es klare Weichenstellungen, damit Deutschland die Pariser Klimaziele erreicht", betonte die westfälische Präses. Die Zeit für Veränderungen sei mittlerweile knapp bemessen. Menschen in den südlichen Ländern litten jetzt schon unter Dürre und Fluten als Folgen der globalen Erwärmung.

Die EKvW setze sich bereits seit vielen Jahren für mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit ein. "Aber wir erkennen, dass wir noch viel zu wenig tun in der Umsetzung unserer eigenen Forderungen." Die westfälische Kirche stelle sich deshalb an die Seite der jungen Klimaschützer und unterstütze ihre Anliegen für eine menschenwürdige Zukunft. Bu/epd

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