Woche der Brüderlichkeit

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

Kirche trifft Synagoge

"An so vielen Orten wird die Wahrheit der Lüge bezichtigt und offensichtliche Lügen werden als Wahrheiten verkauft. Frieden und Zwischenmenschlichkeit waren lange nicht mehr so sehr in Gefahr wie in diesen Tagen", betont Landrat Cay Süberkrüp (Recklingshausen) in seinem Grußwort zur Woche der Brüderlichkeit.

Umso wichtiger sei es, "dass wir uns an die schrecklichen Folgen von Rassismus und Antisemitismus erinnern und uns entschieden gegen solche Tendenzen stellen." Wenn man einander mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten kennenlerne und akzeptiere, leben wir das Jahresthema 2018 "Angst überwinden - Brücken bauen."

Das Konzert in Gladbeck steht unter der Überschrift "Shalom - Kirche trifft Synagoge". Es will verstanden sein als interreligiöser musikalischer Dialog und bietet die Begegnung mit Werken jüdischer sowie christlicher Komponisten. So gehört das Kol Nidre von Max Bruch ebenso zum Programm wie das Prayer von Ernest Bloch oder die Kirchensonate G-Moll von Henry Eccles. Bratschist Semjon Kalinowsky und Organist Paul Kayser sind beide international renommierte Künstler. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Seit 1952 veranstalten die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im März eines jeden Jahres die "Woche der Brüderlichkeit". In allen Teilen des Landes werden aus diesem Anlass Veranstaltungen durchgeführt, um auf die Zielsetzungen der Gesellschaften und auf ihr jeweiliges Jahresthema hinzuweisen.

Im Rahmen der zentralen Eröffnungsfeier am Sonntag, 11. März im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen wird die Buber-Rosenzweig-Medaille an Persönlichkeiten und/oder Organisationen verliehen, die sich im christlich-jüdischen Dialog außerordentliche Verdienste erworben haben. In diesem Jahr erhält der Musiker Peter Maffay die Medaille. Er wird für sein "entschiedenes Eintreten gegen antisemitische und rassistische Tendenzen in Politik, Gesellschaft und Kultur" ausgezeichnet, heißt es. Im Dialog der Kulturen und Religionen habe Maffay mit unbequemen Fragen bequem gewordene Antworten erschüttert und damit wichtige Anstöße gegeben. Musik - so Maffays Credo - verbinde Religionen und Kulturen. Bu

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