Wohnen mit Service für Senioren

von Gemeinde Bottrop N

Diakonie weiht neue Wohnanlage ein

Sandra Schmelzer (l.) engagiert sich als "Kümmerin" in der neuen Wohnanlage. Foto: Bugzel

Bottrop - Wo einst das Gemeindehaus der Evangelischen Kirche Bottrop-Altstadt stand, weihte jetzt das Diakonische Werk Gladbeck-Bottrop-Dorsten unter dem Motto "Wohnen mit Service" seine neue, seniorengerechte Wohnanlage ein.

Die 38 Wohungen zwischen 46 und 92 Quadratmetern waren schon lange vor der Fertigstellung vermietet und auch das 120 Quadratmeter große Ladenlokal fand mit einem Kosmetikinstitut schnell einen Interessenten. "Der Wunsch nach einem selbstbestimmten Wohnen in der eigenen Wohnung im Alter wird zunehmend wichtiger. Aber gerade im Innenstadtbereich fehlt oftmals ein ausreichendes Angebot", begründete Karl-Heinz Kinne, Vorstand der Diakonie im Kirchenkreis, die Entscheidung, auf dem ehemaligen Kirchengrundstück seniorengerechten Wohnraum zu bauen.

"Hier sind Menschen zu Nachbarn gewiorden, die eine ähnliche Idee vom Wohnen im Alter haben", sagte Bottrops Sozialdezernent Willi Loeven bei der Eröffnung der Anlage. Zuvor hatte Diakoniepfarrer Karsten Herbers die BewohnerInnen mit Brot und Salz begrüßt, verbunden mit dem Wunsch, dass hier eine gute Gemeinschaft entstehen möge.

Pfarrer Steffen Riesenberg von der Martinskirche stellte sich als einer der Nachbarn vor. Er wohnt in dem alten Pfarrhaus hinter der neuen Anlage. Er erinnerte an das alte Gemeindehaus, das an dieser Stelle über 100 Jahre gestanden hatte und nach dem Bau des neuen Martinszentrums der Abrissbirne zum Opfer fiel.

Die neue Wohnanlage basiert auf dem besonderen Konzept "Wohnen mit Service", mit dem das Diakonische Werk schon in drei seniorengerechten Wohnanlagen u.a. in Kirchhellen sehr gute Erfahrungen gesammelt hat. Das Konzept sieht nicht nur barrierefreies Wohnen sowie im Bedarfsfall pflegerische Unterstützung und zusätzliche individuell wählbare Serviceleistungen wie Hausmeisterdienste und hauswirtschaftliche Hilfen vor. "Durch das Engagement von Sandra Schmelzer als "Kümmerin" werden unsere Wohnanlagen auch zu Orten der Geselligkeit", erklärte Diakoniepfarrer Herbers. Das gebe Sicherheit und vermeide eine häufig mit dem Alter einhergehende häusliche Vereinsamung.

Die Wohnanlage an der Osterfelder Straße ist der dritte Standort, an dem es eine zusätzliche Betreuung der Mieter durch die "Kümmerin" gibt. Sandra Schmelzer besucht die BewohnerInnen regelmäßig, schaut nach dem Rechten, hat ein offenes Ohr und steht bei kleineren Problemen mit Rat und Tat zur Seite. Darüber hinaus organisiert sie Ausflüge und andere Aktivitäten. Auch ein von den Mietern gemeinschaftlich oder für persönliche Feiern nutzbarer Freizeitraum von rund 40 Quadratmetern ist in der neuen Wohnanlage vorhanden.

Die 2.500 Quadratmeter große Anlage verfügt über insgesamt 38 seniorengerechte Wohnungen mit Hausmeisterservice, barrierefreien Duschen sowie einer Aufzugsanlage bis ins Kellergeschoss. Die Mieter der Anlage müssen mindestens 60 Jahre alt sein, der Älteste ist bereits 95 Jahre alt. Die Baukosten der Anlage beziffert das Diakonische Werk mit 5,6 Millionen Euro. Bu

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