Zur aktuellen Situation der Flüchtlinge

von Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten

im Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten 2015

Hohe Synode,

auf unserer letzten Tagung am 29.August 2014 hat die Synode einen Grundsatzbeschluss gefasst: Flüchtlinge willkommen heißen, begleiten, unterstützen und beteiligen.

Dort heißt es:

„In der Bibel finden sich zahlreiche Zeugnisse, die die Erfahrung von Verfolgung und Flucht aufgreifen. Die Gebote der Bibel fordern immer wieder dazu auf, die Fremden zu schützen und zu lieben wie sich selbst.
Die Geschichte des Volkes Israels ist eine Fluchtgeschichte. Israel, das vor Armut und Unterdrückung mit Gottes Hilfe aus Ägypten flieht, findet erst nach langen Jahren der Wüstenwanderung eine neue Heimat im Gelobten Land.
 Auch das Leben Jesu ist von Anfang an durch die Herrschenden bedroht und zwingt seine Familie, Zuflucht im Exil zu suchen, bis eine Rückkehr möglich ist.“
Gebunden an dieser biblischen Botschaft hat die Synode die Gemeinden ermutigt, Flüchtlinge willkommen zu heißen, sie kennenzulernen, sie zu begleiten und zu unterstützen und sie zu beteiligen.
Ich will an dieser Stelle nicht noch einmal die ganze Stellungnahme verlesen, möchte aber Sie alle bitten, diese noch einmal zu lesen.  Sie ist aktueller denn je, gerade in ihrer Mahnung und Forderung, dass Menschen aus den sogenannten sicheren Drittstaaten, oft Roma, ein faires Asylverfahren bekommen. Wir wissen, dass sie  in ihren Ländern massiv ausgegrenzt, diskriminiert und bedroht werden. Die Diskussion über die sogenannten sicheren Drittstaaten ist ein pauschalierte und sehr schwierig, weil sie den Schutzbedürftigen nicht gerecht werden und das Asylrecht umgangen wird.
Sie ist aktueller denn je in der Forderung, dass zu einer gelingenden Integration Sprach- und Integrationskurse gehören, die allen Flüchtlingen offen stehen und die sie sofort bei ihrer Ankunft in Anspruch nehmen können.
Sie ist aktueller denn je, dass wir als Evgl. Kirche in den drei Städten als Teil des Gemeinwesens unsere Verantwortung wahrnehmen und die Verantwortlichen der Stadt bei der Arbeit mit Flüchtlingen unterstützen und eine Willkommenskultur mit vorantreiben.
 Der Bericht heute soll im Schwerpunkt aufzeigen, wie die Flüchtlingsarbeit der Evgl. Kirche sich in den drei Städten unseres Kirchenkreises darstellt.
Bevor ich die Situation der Flüchtlingsarbeit der Ev. Kirche in den drei Städten näher ausführe, lassen Sie mich drei Vorbemerkungen machen:
Keiner hätte vor einem Jahr gedacht, dass die Frage der Flüchtlinge  eine solche Aktualität gewinnen könnte.
Keiner hätte gedacht, dass sich so viele Menschen nach Europa aufmachen -übrigens nicht nur nach Deutschland, sondern auch nach Österreich, Holland, Schweden.

Haben wir alle übersehen, dass Länder wie der Libanon mit 1,1 Mill. (25,7 § der Bevölkerung) Flüchtlingen, dass Pakistan mit 1,6 Mill. Iran mit 1 Mill., Türkei: 1,6,Mill. schon lange überfordert sind ?
Der UNHCR hat lange vorher gewarnt, dass die Gelder nicht ausreichen, um die Menschen in den Flüchtlingscamps zu versorgen.
Haben wir übersehen, dass auf Grund fehlender Lebensperspektiven in vielen afrikanischen Staaten Menschen zur Flucht getrieben werden?  Haben wir mit der Entwicklungshilfe genug geleistet?
Leben wir nicht auf Kosten vieler afrikanischer Länder?
Tun wir genug, damit der Verkauf von Rüstungsgüter eingeschränkt wird?
Wir können dankbar sein, dass es uns im Moment ökonomisch möglich ist, so viele Flüchtlinge aufzunehmen.

Hohe Synode,

unsere Tagung tagt wenige Tage nach der Reichspogromnacht, die vom 9. auf den 10. November 1938 stattfand. Sie war der Beginn der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in aller Öffentlichkeit und von vielen gesellschaftlichen Gruppen getragen auch in unseren Städten und die Vernichtung von vielen Menschen, die viele Jahre zu dem anerkannten Teil der Gesellschaft gehörten. Einige wenige konnten fliehen und haben überlebt mit der Hilfe vieler mutiger Helfer.
Aus Dank an die Völkergemeinschaft hat die junge deutsche Bundesrepublik 1949 im Grundgesetz Artikel 16,1 festgehalten: „Politisch Verfolge genießen Asyl.“
Nun haben sich Fluchtursachen an vielen Punkten erweitert, aber der Kern, dass wir in einem Land leben, in dem Menschen Asyl bekommen und zwar nach unserem Grundgesetz ein verbrieftes Recht haben, darf uns stolz  und dankbar machen. Wir müssen alles tun, dass dieses nicht noch mehr aufgeweicht wird, bzw. Stimmen laut werden, es abzuschaffen.
In der öffentlichen Diskussion wird oft von Flüchtlingswelle, Flüchtlingsflut, Flüchtlingskrise, Flüchtlingsüberforderung, Überfremdung gesprochen. In dieser öffentlichen Diskussion werden bemerkenswerterweise kaum ehrenamtliche Helfer Kirchenvertreter, NGO: wie Pro Asyl und Flüchtlingsräte, beteiligt.  Es wird immer wieder angezweifelt, ob wir das schaffen. Aber die Frage muss eher doch lauten:
Schaffen es die Flüchtlinge?
Schaffen sie es, ihr Leben zu retten?
Diese Wendung der Fragestellung nahm Präses Kurschus vor kurzem zu Recht in ihrer Predigt vor, beim Fernsehgottesdienst aus Dortmund.  Es ist keine Frage, dass die Aufgabe groß ist, aber wichtig scheint mir zu sein, dass wir den Einzelnen mit seiner eigenen Würde im Blick behalten- so wie Gott in seinem Evangelium es von uns erwartet, ihn mit seinem Schicksal, mit seiner Entwurzelung, mit seiner Unsicherheit, mit seinem Kampf um das Überleben in den Mittelpunkt stellen. Alle, die mit Flüchtlingen in Kontakt kommen, erfahren, wie sehr sie sich ein anderes Leben vorgestellt haben und gezwungen waren, ihrem Land den Rücken zu kehren. Ich selbst bin immer gerührt, mit welcher großen Kraft sie ihr Leben meistern Es scheint  mir besonders wichtig, dass wir als Kirchen diesen Blick in die gesellschaftliche Diskussion einbringen.
Ich komme zu der Situation in den drei Städten. Die Arbeit der Evgl.Kirche mit Flüchtlingen stellt sich unterschiedlich dar. Sie antwortet auf die Gegebenheiten der jeweiligen Situationen in den Kommunen. Deutlich ist, dass sie in den zwei Gemeinden: Bottrop und Gladbeck und im Verband Dorsten schon seit vielen Jahren engagiert und oft im Stillen geleistet wird. Ich habe mit den jeweiligen Verantwortlichen in den Städten Gespräche geführt, die ich Ihnen zusammenfassend berichten möchte.

Ich fange mit Bottrop an:
Der Stadt Bottrop sind 1200 Flüchtlinge zugewiesen, 600 Flüchtlinge leben in den zwei Landesaufnahmen des Landes Nordrhein Westfalen, die vom Deutschen Roten Kreuz betrieben werden.
Die Flüchtlingsarbeit der Evgl. Kirchengemeinde wird seit 1990 geleistet.
Die Mitarbeiterin Frau Marinella Maltese hatte bis zum Juni dieses Jahres einen Stellenumfang von 9,25 Stunden, ab Juli ist eine halbe Stelle dazugekommen, die durch Landesmittel für soziale Beratung für Flüchtlinge finanziert wird.
 Ihre Hauptaufgabe ist die Beratung im Asylverfahren, die übrigens sehr viel Zeit und Wissen erfordert. Ein Netzwerk zu Rechtsanwälten, zu Ärzten, Psychotherapeuten, Beratungsstellen ist unerlässlich. Besonders viele traumatisierte Flüchtlinge suchen die Beratungsarbeit auf. Frau Maltese ist Ansprechpartnerin für das Asylbewerberleistungsgesetz und für weitere sozialrechtlichen Fragen. Bei Krisenintervention ist sie an erster Stelle gefragt.
Neben und zu ihrer Arbeit hat sich Anfang 2014 ein Unterstützerkreis von ehrenamtlichen Helfern gebildet, der bis heute ständig wächst und bis dato 150 aktive und ideelle Mitarbeiter umfasst. Die Mitglieder dieses Kreises kommen aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen (MSO (Migranten Selbstorganisation), Katholikenrat, KI (Kommunales Integrationszentrum), Integrationsrat), so dass er Verein Flüchtlingshilfe Bottrop gegründet wurde. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Bedürfnisse und der wachsenden Zahl von Flüchtlingen aber auch aufgrund der diversen Interessen und Zeitressourcen der Ehrenamtlichen hat sich ein breites bemerkenswertes Angebot von 14 thematischen Gruppen gebildet, in der Flüchtlinge und Ehrenamtliche zusammentreffen.
Das Café Miteinander ist ein lebendiger Ort, an dem Begegnungen stattfinden, Beziehungen aufgebaut werden über die Sprachbarrieren hinweg und Freundschaften entstehen. Bei dem wöchentlichen Treffen im Gemeindehaus im Martinszentrum treffen sich im Moment regelmäßig 60 Flüchtlinge mit ihren Kindern mit Ehrenamtlichen. Dort finden Verabredungen zur Unterstützung statt wie die Begleitung zu Behörden, zu Ärzten, Hilfe bei der Wohnungssuche, Umzugsplanung usw.
Ein wichtiger Diskussionspunkt in Bottrop ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge. Regelmäßige Treffen mit Vertretern der Stadt und Politik mit Medizinern, interessierten Bürgern und der Flüchtlingsberatung sind notwendig, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern.
Zum Schluss seien noch einige Angebote erwähnt:  Deutschkurse werden von Ehrenamtlichen gegeben , ein wunderbares Kunstprojekt hilft besonders Traumatisierten , einige Ehrenamtliche sind als Handwerker tätig  , um gemeinsam mit den Flüchtlingen ihre Wohnungen einzurichten, bei dem Projekt Urban Gardening entsteht ein gutes Miteinander, spezifische Angebote in den Unterkünften tragen dem Rechnung, dass viele alleinstehende Männer auf der Flucht sind.
Einmal im Monat findet ein gemeinsames Treffen statt, um Erfahrungen auszutauschen, um Informationen weiterzugeben, um die Arbeit zu koordinieren, um notwendige Fortbildungen zu planen und durchzuführen.
In der vielfältigen Arbeit ist eine Stelle, die administrativ und koordinierend tätig ist, sehr notwendig.

Dorsten
In der Stadt Dorsten sind 200 Flüchtlinge in der Laurentius Schule, 107 in der Jugendherberge und 300 im Pitrinum als Landesunterkünfte untergebracht. 540 Flüchtlinge sind der Stadt Dorsten zugewiesen. Sie wohnen in drei große und zwei kleine Unterkünfte und in 230 Wohnungen.  
Das Referat für Migration und Integration im Verband Ev. Kirchengemeinde im Bereich Dorsten xistiert seit 2001
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der notwendigen Integrationsarbeit von Flüchtlingen, damit diese Fuß fassen in den Schulen, in der Arbeitswelt und anderen gesellschaftlichen Bereichen.
Die Mitarbeiterin Barbara Wahl hat die Koordination der gesamten Integrationslandschaft in Dorsten in Blick und ist maßgeblich an der Weiterentwicklung des Integrationskonzeptes beteiligt. Diese Arbeit ist stark vernetzt zu vielen anderen Institutionen. Sie ist Leiterin des interkulturellen Kultur und Begegnungszentrum am Brunnenplatz, in dem viele Nationen unter einem Dach sich begegnen. In diesem Rahmen finden Sprachgruppen für Kinder statt, wird eine offene Sprechstunde für Migranten und Anwohner angeboten, werden Feste gefeiert und Fortbildungen konzipiert und durchgeführt.
Im Dorstener Integrationsforum werden mit verschiedenen Trägern auch der Kommune Maßnahmen diskutiert und beschlossen, die für die Flüchtlinge hilfreich sind. Ein Ergebnis war das Angebot von neun Sprachkursen für Flüchtlinge in ihren Unterkünften und drei Spiel und Spaß Förderkurse für Kinder.
Der momentane Schwerpunkt liegt in der Begleitung und Schulung der Integrationslotsen. 100 Ehrenamtliche haben sich bereit erklärt, Flüchtlingen zu den Ämtern zu begleiten, mit ihnen Wohnungen zu suchen, sie in die Vereine zu integrieren und für sie da zu sein. Diese Ehrenamtlichen brauchen Ansprechpartner, um offene Fragen zu klären, um Belastungen zu besprechen. Die Beratung der Flüchtlinge im Asylverfahren wird von Mitarbeitern der Caritas wahrgenommen.
Um die Integrationsarbeit weiter auszubauen wären der Aufbau eines Internetcafes, die Angebote von Sprachkursen für Flüchtlinge zu intensivieren, weitere Schulungen von Ehrenamtlichen durch Referenten zu ermöglichen hilfreich und wünschenswert. Zunehmend geraten auch die alleinstehenden Männer im Blick, für die verschiedene Angebote notwendig wären.

Gladbeck
In Gladbeck sind 300 Flüchtling in der Landesaufnahme in der Turnhalle der Gesamtschule Rentfort und in den angegliederten Containern untergebracht. Diese werden von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes geführt.
Gladbeck zugewiesen sind z.Zt. ungefähr 840 Flüchtlingen, die in den zwei städtischen Unterkünften und in Wohnungen wohnen.
Die Flüchtlingsarbeit der Gemeinde besteht seit über zwanzig Jahren und ist entstanden aus der Besetzung des Dietrich Bonhoeffer Hauses durch kurdische und türkische Flüchtlinge. Sie versteht sich als ein Teil der Gemeindearbeit und als politische Arbeit im Sinne Dietrich Bonhoeffers, die Stimme für die Schwächsten zu erheben.
Sie wird ehrenamtlich von 55 Ehrenamtlichen geleistet und seit Jahren nur aus Spenden finanziert. Der Schwerpunkt ist die Begleitung von Flüchtlingen im Asylverfahren- eine Begleitung, die sehr zeitintensiv und verantwortungsvoll ist. Sie erfordert Fachwissen und Kontakte zu Rechtsanwälten, zu
Psychotherapeuten, zu Psychosozialen Zentren, zu Ärzten. Da oft schwer traumatisierte Flüchtlinge kommen, werden psychologische Gutachten eingeholt, die eine Behandlung ermöglichen.
Da für Flüchtlinge, die im Asylverfahren sind, keine Sprachkurse angeboten werden, die sie ohne Kosten wahrnehmen könnten, geben im Dietrich-Bonhoeffer-Haus Ehrenamtliche Sprachkurse.
Im Moment laufen zehn Gruppen, die sich bis zu drei Mal in der Woche treffen. Der Rotary Club hat sich bereit erklärt, durch eine großzügige Spende diese Arbeit zu unterstützen. Aus dieser Arbeit entsteht oft ein enger Kontakt, so dass die Ehrenamtlichen ihre Schüler zu Behörden, zu Ärzten begleiten, für sie Wohnungen suchen, mit ihnen diese einrichten, Formulare ausfüllen, leidige Stromrechnungen begleichen und vieles mehr.  Ein Handwerkerteam steht zur Seite ebenfalls ein Team von Busfahrern, die die Möbel von einem Ort zum anderen bringen. Eine Zusammenarbeit mit der Volkhochschule hat sich ergeben, indem die Volkshochschule Sprachkurse anbietet, die von uns, dem Kirchenkreis und der Stiftung Stellwerk bezahlt werden. Somit bekommen Flüchtlinge ein Zertifikat über ihre Sprachleistungen. Sie können ihre Zeit während des oft langen Asylverfahrens sinnvoll nutzen. Gemeinsam mit dem Lions Club, der Stadt Gladbeck und dem Kinderschutzbund werden Ehrenamtliche in dem Projekt Sprechzeiten Grundschulkinder, die aus Flüchtlingsfamilien kommen, in den Grundschulen in ihrer Sprachkompetenz gefördert.
Heisenbergschüler haben vor ein paar Wochen mit uns gemeinsam ein großes Festival mit Flüchtlingen und vielen gesellschaftlichen Gruppen veranstaltet. 500 Menschen haben dieses besucht. Daraus sollen sich Schulpraktika ergeben. Bei Gemeindefesten, anderen großen Kulturveranstaltungen, helfen Flüchtlingen gerne mit , Flüchtlingsfrauen arbeiten mit im Gemeinde-Café, in der Kindergruppe und anderen Gruppen sind sie mit dabei und bringen sich ein. Christen aus dem Iran sind regelmäßig im Gottesdienst und finden unsere Unterstützung.
In der Landeseinrichtung in der Turnhalle helfen Ehrenamtliche mit bei der Essenausgabe. Ungefähr 100 Ehrenamtliche haben inzwischen diesen Dienst versehen und in dieser Woche haben wir den 1000. Einsatz dort.
Für viele ist es das erste Mal, dass sie mit Flüchtlingen in Kontakt kommen und sehen, wie sie leben.
Da die Anforderungen immer mehr wachsen, ist die Arbeit nicht mehr nur mit und von Ehrenamtlichen zu leisten. Eine hauptamtliche Stelle ist unbedingt nötig, die sowohl Ansprechpartner für die Ehrenamtlichen ist, aber auch für die Flüchtlinge.

Hohe Synode,

wenn wir in den Kommunen sichtbar sein und bleiben wollen in unserer Arbeit mit Flüchtlingen und für die Rechte der Flüchtlinge einstehen wollen, dann müssen wir verlässliche Strukturen schaffen, mit denen diese verantwortungsvolle Arbeit geleistet werden kann.
Hauptamtliche leisten viel. Sie müssen entlastet werden. Ehrenamtliche leisten viel in diesen Wochen, haben viel geleistet in den vergangenen Jahren, und entgegen des öffentlichen erbeiredens, dass sie überfordert sind, erleben sie diese Arbeit für ihr eigenes Leben als bereichernd und als sinnvoll. Sie müssen aber unterstützt werden, sie müssen gepflegt werden, sie müssen gefördert werden. Sie sind Multiplikatoren in die Gesellschaft hinein, die Vorurteile und Ressentiments abbauen.

Ich möchte enden mit einem Gedanken von Elli Wiesel, Überlebender des Holocaust:
Zusammenfassend: Was ist eine Zuflucht? Eine Zuflucht kann oft sehr klein sein. Keine großartige Geste, sondern eine kleine Geste, die das Leid der Menschen lindert und Erniedrigung verhindert. Die Zuflucht ist ein menschliches Wesen. Die Zuflucht ist ein Traum.

Ich danke Ihnen

(Vortrag vor der Kreissynode am 13.11.2015 von Pfr´n. Reile Hildebrandt-Junge-Wentrup)

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