Margot Käßmann sagte letztens:

von Ev. Kirchengemeinde Verband Dorsten

"Wer nicht in der Kirche ist, sollte nicht kirchlich heiraten"

Lindner und Lehfeldt – die Glamourhochzeit des Jahres. Wow, da darf es an nichts fehlen! Sylt, viel Prominenz, Champagner – und eine Kirche. Wofür die Kirche inhaltlich steht, ist dabei offenbar egal. Das ist empörend, denn es hat ein Promi-Bonus-Geschmäckle.

Ich habe viele Paare getraut. Manches Mal war ich irritiert, weil in einem mittelalterlichen Ritual der Vater die Tochter an den Mann übergeben sollte. Andere Male über Trausprüche, die gewählt wurden. Aber immer haben wir im Traugespräch darüber gesprochen, warum ein Paar den Segen Gottes für seine Ehe erbittet. Und was dieser Segen bedeutet.

Weshalb wünschen zwei Menschen eine kirchliche Trauung, die bewusst aus der Kirche ausgetreten sind, ja öffentlich erklärt haben, dass sie sich nicht als Christen verstehen?

Dazu kommt noch die Rede eines Philosophen statt einer Predigt. Herr Sloterdijk hat mal erklärt: „Das Christentum ist ein gescheitertes Projekt.“ Worüber hat der Mann geredet in St. Severin? Über die Liebe Gottes?

Hier ging es nicht um christlichen Inhalt, sondern um eine Kulisse. Dazu aber sollte sich unsere Kirche nicht hergeben. Gotteshäuser sind Orte, in denen Menschen über Jahrhunderte Freud und Leid vor Gott bringen. Sie sind durchbetete Räume, die Trost spenden. Hier entsteht Gemeinschaft von Christen.

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