einwort

einwort ist das Magazin der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop. Für jede Ausgabe wählen wir ein Wort, dessen Breite und Länge und Tiefe und Höhe wir ausloten. Wir glauben, dass ein Wort die Seele gesund machen kann. Auf der Suche nach den richtigen Wörtern erzählt einwort von Gott und der Welt. Denn am Anfang von allem war das Wort, und das Wort war bei Gott.

Appetithäppchen

von Ev. Kirchengemeinde Bottrop

Weltweite Arbeitsstunden

2015 haben wir Deutschen statistisch betrachtet 1.656,5 Stunden gearbeitet – so die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“. Deutschland liegt damit im europäischen Vergleich zwar im Durchschnitt, doch im weltweiten Vergleich hinken wir hinterher. Polen, Griechen, Mexikaner, Südkoreaner... sie alle arbeiten mehr als wir. Dafür stehen den deutschen Arbeitnehmern gesetzlich 24 Urlaubstage zu. Und es kommt noch besser: Aufgrund bestehender Tarifverträge haben die meisten von uns 30 Tage Urlaub oder mehr. Im Vergleich: Chinesischen Arbeitskräften stehen laut Statistik per Gesetz nur 5 Urlaubstage zu. Russen bekommen 22 Urlaubstage – genauso wie die Spanier. Wir arbeiten uns im internationalen Vergleich also nicht wirklich schwindelig – auch wenn es sich mitunter so anfühlt. Und wenn wir schon nicht so viel arbeiten, machen wir wenigstens reichlich Urlaub.

Arbeitslosigkeit

Im April 2018 liegt die Arbeitslosenquote in Deutschland bei 5,3 Prozent. Das sind 2,38 Millionen Menschen, die keine Arbeit haben. Und auch wenn ein Teil von ihnen auf Kosten des Sozialstaates gut und gerne lebt, so leidet doch ein erheblicher Teil unter der Situation. Schließlich ist die Arbeitslosigkeit eine besondere Form der psychosozialen Zermürbung. Wer nicht arbeitet, erlebt in seiner freien Zeit also keine Freizeit, sondern droht körperlich träge, interesselos und seelisch instabil zu werden. Forscher der schottischen Universität von Stirling belegen, dass Langzeitarbeitslose ihre Persönlichkeit verändern und sich damit in einer Abwärtsspirale befinden, die sich immer weiter von der Arbeitswelt entfernt. Wer arbeitslos wird, wird krank – ein wichtiger Gedanke, der die Gesundheitsprophylaxe auf eine relevante Ebene hebt.

Deutsche Überstunden

Andere Zahlen – andere Perspektiven: 2016 haben wir Deutschen insgesamt fast eine Milliarde Überstunden gemacht. Damit belegen wir im internationalen Vergleich einen der obersten Spitzenplätze. Den arbeitsreichen ersten Platz belegt indes Brasilien. Dort geben 17 Prozent der Befragten an, häufig Überstunden zu leisten – in Deutschland sind es 13 Prozent. Damit landen wir in diesem Ranking „nur“ auf Platz 5. Schade?

Post Work

H.G. Wells hat es in seinem Zukunftsroman „Die Zeitmaschine“ formuliert: eine Gesellschaft ohne Arbeit. Kann das funktionieren? Im Vereinten Königreich denken Forscher wie Philosophen darüber nach, wie wir in einer Welt ohne Lohnarbeit leben – Post Work. Eine utopische Bewegung für eine Welt, in der man schlichtweg nicht mehr zur Arbeit geht (Postoperaismus). Automatisierung, künstliche Intelligenz und Robotik sind nur ein paar Themenfelder daraus, aber im Grunde will die Post-Work-Bewegung, dass wir die Reichtümer des anderen nicht mehr beneiden, weil wir uns nicht mehr messen. Es ist im Grunde pure Provokation. Und ein herrlich illusorischer Segen, der den Getriebenen zum Ruhenden erhebt.

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