einwort

einwort ist das Magazin der Evangelischen Kirchengemeinde Bottrop. Für jede Ausgabe wählen wir ein Wort, dessen Breite und Länge und Tiefe und Höhe wir ausloten. Wir glauben, dass ein Wort die Seele gesund machen kann. Auf der Suche nach den richtigen Wörtern erzählt einwort von Gott und der Welt. Denn am Anfang von allem war das Wort, und das Wort war bei Gott.

Vertrauen und Wagnis lohnen sich

von Ev. Kirchengemeinde Bottrop

Es ist Anfang Juli - Regenzeit

Eine Fußballmannschaft in Thailand sucht in einer Höhle Schutz. Dabei wird sie von Wassermassen überrascht. Zwölf Jungen und ihr Trainer werden vermisst. Die Jungen sind zwischen 11 und 16 Jahren alt. Fieberhaft wird nach Lösungen gesucht. Sogar Tunnel in die Tiefe zu bohren, hat man erwogen. Sie haben keinerlei Kontakt zur Außenwelt. Die Tage vergehen. Immer wieder der Blick aufs Handy: Keine Nachricht! Kein Lebenszeichen. Gibt es noch Rettung? Tag und Nacht in der Dunkelheit? Haben sie Luft zum Atmen? Nach fünfzehn langen Tagen dann das Unglaubliche: Höhlentaucher retten die ersten vier. Und dann: Nochmal vier. Und in der nächsten Nacht die restlichen fünf. Einer der Retter verliert dabei sein Leben. Doch die Rettung der 13 ist geglückt!

Gott sei Dank

Aber nicht alle waren dieser Meinung. In den Medien melden sich Kritiker zu Wort: Im Mittelmeer lässt man Flüchtlinge ertrinken und hier wird um 13 Sportler ein Riesen-Bohei gemacht. Ja, Rettung tut bitter not für Unzählige in der Welt. Die einen haben Glück, mutige Retter zu haben. Und die anderen? Darf man sie ihrem Schicksal überlassen? Wer kann gerettet werden, wenn so viele auf Rettung warten? Haben es manche mehr verdient als andere?

Zurzeit ist viel von Rettung die Rede

Ja, die Flüchtenden im Mittelmeer sollen gerettet werden. Aber noch vieles mehr: Europa. Der Euro. Die Schule. Die Autoindustrie. Die Bienen. Das Klima. Auch die Demokratie sehen viele in Gefahr. Und was sollen wir da retten? Eine Staatsform? Eine politische Kultur? Den Rechtsstaat? Den Frieden unter den Menschen? Ich nehme an, von allem etwas. Aber das Wichtigste an der Demokratie ist für mich, dass wir Menschen mit Recht und im Frieden leben können, dass Fakten als Grundlage einer Diskussion akzeptiert werden, dass wir miteinander reden und nicht brüllen, grölen oder hetzen. Ja, da sehe ich die Demokratie in Gefahr. Wenn das so ist, dann sind unser Mensch-Sein und unser Zusammenleben in Gefahr.

Rettung und die Bibel

Interessant ist es, wenn man zum Thema Rettung die Bibel befragt. Gleich in einem der ältesten Verse des Neuen Testaments, einem Brief des Paulus, geht es um Rettung.

Obwohl ihr selbst in großer Not wart, habt ihr die Botschaft mit Freude angenommen. Und diese Freude kommt vom Heiligen Geist. (1. Thess. 1, 6)

Jesus ist der Retter, den Gott vom Tod auferweckt hat. Das feiern Christen an Ostern, an jedem Sonntag. Jesus Christus rettet uns vor dem Zorn Gottes. Ohne den Glauben an Jesus Christus sind wir verloren. So sieht es Paulus. Und so sehen es offenbar auch die Thessalonicher: Der Glaube an die frohe Botschaft dieses Jesus von Nazareth rettet: Vor den Verstrickungen in die Welt, vor der Abwesenheit Gottes, die uns nur auf uns selbst zurückwirft, vor dem Totsein mitten im Leben, vor dem inneren Unfrieden. Glaube, Taten und gute Worte können retten! Und vielleicht haben Sie solche Rettungsgeschichten auch schon selbst erlebt: Da hat eine Freundin ein Mut machendes Wort gesagt; da hat Musik, ein Lied, ein Gesangbuchvers getröstet; da ist der Nachbar doch tatsächlich über seinen Schatten gesprungen und hat mit Freundlichkeit überrascht; da hat man der Überzeugung eine Abfuhr erteilt, Menschen könnten sich ändern und neu anfangen. In diesem Sinne: Lassen wir uns retten – und werden auch selbst zu Rettern! Vertrauen und Wagnis lohnen sich!

Herzlichst, Ihr Friedemann Kather

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