Biblische Impulse zum Lesen, Hören und Sehen

Dank

Improvisation von Kantor Michael Oddei zu eg 135 - Schmückt das Fest mit Maien

eg 135 - Schmückt das Fest mit Maien

1) Schmückt das Fest mit Maien,
lasset Blumen streuen,
zündet Opfer an;
denn der Geist der Gnaden
hat sich eingeladen,
machet ihm die Bahn.
Nehmt ihn ein,
so wird sein Schein
euch mit Licht und Heil erfüllen
und den Kummer stillen.

2) Tröster der Betrübten,
Siegel der Geliebten,
Geist voll Rat und Tat,
starker Gottesfinger,
Friedensüberbringer,
Licht auf unserm Pfad:
gib uns Kraft und Lebenssaft,
lass uns deine teuren Gaben
zur Genüge laben.

3) Lass die Zungen brennen,
wenn wir Jesus nennen,
führ den Geist empor;
gib uns Kraft zu beten
und vor Gott zu treten,
sprich du selbst uns vor.
Gib uns Mut,
du höchstes Gut,
tröst uns kräftiglich von oben
bei der Feinde Toben.

4) Gib zu allen Dingen Wollen
und Vollbringen,
führ uns ein und aus;
wohn in unsrer Seele,
unser Herz erwähle
dir zum eignen Haus.
Wertes Pfand,
mach uns bekannt,
wie wir Jesus recht erkennen
und Gott Vater nennen.


Text: Benjamin Schmolck (1715)
Melodie: bei Christian Friedrich Witt (1715)

Choralvorspiel von Kantor Michael Oddei: Johann Pachelbel - Komm, Heiliger Geist, Herre Gott

Improvisation von Kantor Michael Oddei zu eg 125 - Komm, Heiliger Geist, Herre Gott

eg 125 - Komm, Heiliger Geist, Herre Gott

1) Komm, Heiliger Geist, Herre Gott,
erfüll mit deiner Gnaden Gut
deiner Gläub’gen Herz, Mut und Sinn,
dein brennend Lieb entzünd in ihn’.
O Herr, durch deines Lichtes Glanz
zum Glauben du versammelt hast
das Volk aus aller Welt Zungen.
Das sei dir, Herr, zu Lob gesungen.
Halleluja, Halleluja.

2) Du heiliges Licht, edler Hort,
lass leuchten uns des Lebens Wort
und lehr uns Gott recht erkennen,
von Herzen Vater ihn nennen.
O Herr, behüt vor fremder Lehr,
dass wir nicht Meister suchen mehr
denn Jesus mit rechtem Glauben
und ihm aus ganzer Macht vertrauen.
Halleluja, Halleluja.

3) Du heilige Glut, süßer Trost,
nun hilf uns, fröhlich und getrost
in deim Dienst beständig bleiben,
die Trübsal uns nicht wegtreiben.
O Herr, durch dein Kraft uns bereit
und wehr des Fleisches Ängstlichkeit,
dass wir hier ritterlich ringen,
durch Tod und Leben zu dir dringen.
Halleluja, Halleluja.

Text: Str. 1 Ebersberg um 1480 nach der Antiphon Veni sancte Spiritus, reple 11. Jh.; Str. 2-3 Martin Luther 1524; Melodie: Ebersberg um 1480, Erfurt 1524

Gruß zum Pfingstsonntag: 31.05.2020

Gebet

Gott,
du begeisterst mich immer wieder neu.
Du erfüllst mich mit deinem guten Geist und gibst mir neue Kraft.
Dafür danke ich dir.
Ich bitte dich: Schenke denen Fröhlichkeit und Begeisterung, die von Traurigkeit erfüllt sind.
Lass alle Menschen mit deinem guten Geist erfdüllt sein, der uns zu einem guten Miteinander befähigt.
Der uns aufmerksam macht für die Menschen, denen wir begegnen.
Hilf mir, auch andere zu begeistern von dir.
Bleibe durch deinen Geist mit uns Menschen verbunden - an jedem Tag.
Alles, was ich an diesem Morgen noch auf dem Herzen habe, sage ich dir mit dem Gebet, das schon dein Sohn Jesus Christus gebetet hat:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Kirche mit Kindern 30. Mai

Andacht am 29. Mai

Andacht am 29. Mai von Pfarrer Daniel Schwedhelm

 

Liebe Leserinnen und Leser!

Wir befinden uns in den Tagen zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Das heißt, wir haben vor gut einer Woche uns erinnert und gefeiert, dass Jesus sich von den Menschen, deren Leben er auf eine ganz neue Spur gesetzt hatte, verabschiedet hat und vor ihren Augen Richtung Himmel abgereist ist. Und das soll ein Grund zum Feiern sein?! Wäre es nicht viel besser, er wäre da geblieben, hätte weiter von Gott erzählt, Menschen aus ihren Verstrickungen befreit, für Liebe, Frieden und Gerechtigkeit gekämpft und Kranke geheilt? Gerade das letzte wäre in diesen Wochen doch Gold wert.

Nun, ich glaube: Es ist ein Grund zum Feiern. Vor Christi Himmelfahrt gab es zwar immer wieder Begegnungen der Jüngerinnen und Jünger mit dem Auferstandenen – Begegnungen wie sie sich der eine oder die andere mit angefochtenem Glauben vielleicht auch heute einmal wünschen würde –, aber diese Begegnungen hatten auch immer etwas von einem Lottogewinn: großartig und überwältigend, ja, aber auch unvorhersehbar, unplanbar, nicht verlässlich und ungeeignet für den Alltag. Dass es so heute nicht mehr ist mit unserem Glauben, hat sicher auch sein Gutes.

Jesus geht, diese Art der plötzlichen Begegnungen hört auf. Und er macht damit Platz. Er schafft Raum, öffnet einen Freiraum für etwas Neues. Und welche Chance auch darin liegen kann, wenn etwas Altes aufhört und ein Freiraum entstehen kann, erleben wir immer wieder.

Wir als Gemeinde erleben es gerade, weil wir die Christuskirche umbauen: Der Innenraum, zurzeit eine große Baustelle, ist eben auch gerade so ein Freiraum, der darauf wartet, neu gefüllt zu werden. Wir haben es während der Corona-Zeit erlebt, dass ohne die Gottesdienste, Gruppen und Kreise der Gemeinde auf einmal auch Raum war, Neues zu probieren. Die Früchte davon sehen sie hier auf der Homepage und an vielen anderen Orten im Internet.

Und manche von uns haben es auch ganz persönlich erlebt, dass alte, quasi selbstverständliche Dinge aufhören mussten, und freier Raum zutage kam. Wer nicht mehr zwei Stunden jeden Morgen zur Arbeit fahren muss, sondern vieles nun von zu Hause aus erledigen kann, sieht die schönen Seiten davon. Wer um seine Existenz fürchten muss, blickt in die schrecklichen Abgründe, die es auch haben kann.

Jesus geht und schafft einen Freiraum. Und diese Tage zwischen Himmelfahrt und Pfingsten atmen beides: Aufbruch und Verunsicherung. Das war damals bei den ersten Christen so, und das scheint mir auch in diesem Jahr bei uns so zu sein. Aber der Freiraum, den Jesus da eröffnet, ist im Kern nicht vom Grundton der Ungewissheit durchflutet, sondern steht unter dem Versprechen, das Jesus vor seinem Abschied uns hinterlässt: Der Heilige Geist, der tröstet und den Weg weist, wird kommen. Das ist Pfingsten.

Es ist der Geist, der Weisheit schenkt, der die Augen leuchten lässt, der Hoffnung weckt, der Glanz und Schönheit aufgehen lässt, der Kraft verleiht – Kraft, die selbst stärker ist als der Tod (Epheser 1,17-21). Für diesen Geist schafft Jesus Platz. Er geht in den Himmel, damit dieser Geist kommen kann und Raum hat, zu wirken. Für mich ist das ein Grund zum Feiern. Und ich höre in diesem Feierklang auch die Einladung Jesu, es ihm gleich zu tun und auch in meinem Leben diesem seinem Geist Raum zu geben. Also: Schaffen wir Raum und lassen es Pfingsten werden!

Es grüßt Sie ganz herzlich

Ihr
Pfarrer Daniel Schwedhelm

Sonntagsgruß 24. Mai

Gebet

Christus, wir sind erstaunt über deinen Weg. Als Gott und gleichzeitig Mensch hast du das Leben gemeistert. Ohne deine eigenen Interessen zu verfolgen, hast du uns nach Gottes Willen Vergebung und Erlösung eröffnet. Wohin du gegangen bist, kann auch jeder von uns gelangen. Gib den Menschen eine Richtung und werde selbst zum Zielpunkt, nach dem wir streben. Gib uns eine Ahnung von der Vollständigkeit des Lebens und lass uns aus dieser Ahnung immer wieder neue Kraft und neuen Mut erwachsen.
Vereint untereinander und mit dir, Jesus Christus, beten wir:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Kirche mit Kindern 23. Mai

Improvisation zum Steigerlied von Kantor Michael Oddei

eg 123 - Jesus Christus herrscht als König - Improvisation von Kantor Michael Oddei

eg 123 - Jesus Christus herrscht als König

1) Jesus Christus herrscht als König,
alles wird ihm untertänig,
alles legt ihm Gott zu Fuß.
Aller Zunge soll bekennen,
Jesus sei der Herr zu nennen,
dem man Ehre geben muß.

2) Fürstentümer und Gewalten,
Mächte, die die Thronwacht halten,
geben ihm die Herrlichkeit;
alle Herrschaft dort im Himmel,
hier im irdischen Getümmel
ist zu seinem Dienst bereit.

3) Gott ist Herr, der Herr ist Einer,
und demselben gleichet keiner,
nur der Sohn, der ist ihm gleich;
dessen Stuhl ist unumstößlich,
dessen Leben unauflöslich,
dessen Reich ein ewig Reich.

4) Gleicher Macht und gleicher Ehren
sitzt er unter lichten Chören
über allen Cherubim;
in der Welt und Himmel Enden
hat er alles in den Händen,
denn der Vater gab es ihm.

5) Nur in ihm, o Wundergaben,
können wir Erlösung haben,
die Erlösung durch sein Blut.
Hört's: das Leben ist erschienen,
und ein ewiges Versühnen
kommt in Jesus uns zugut.


(Text: Philipp Friedrich Hiller (1755) 1757; Melodie: Johann Löhner 1691, bei Johann Adam Hiller 1793)

Sonntagsgruß 17. Mai

Gebet

Gott,

manchmal, da weiß ich gar nicht, wie ich beten soll.

Da fehlen mir die Worte, die ich dir sagen könnten.

Manchmal, da frage ich mich, ob du auch wirklich hörst, was ich zu dir sage.

Hörst du meine Fragen, mein Flehen, mein Bitten?

Und manchmal, da kommen meine Worte sozusagen vom Herzen direkt in den Mund, direkt zu dir. Dann quillt in mir alles über vor Freude.

Gott, ich bitte dich: Höre mein Gebet.

Hilf mir, darauf zu vertrauen, dass du es nicht verwirfst.

Sei auch bei den Menschen, die ich dir in meinem Gebet ans Herz lege.

 

Alles, was ich an diesem Morgen noch auf dem Herzen habe, sage ich dir mit dem Gebet, das schon dein Sohn Jesus Christus gebetet hat:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

 

Kirche mit Kindern 16. Mai

Andacht am 15. Mai

Andacht am 15. Mai von Pfarrerin Martina Gerlach

 

Liebe Leser*innen,

Corona – das Virus gehört seit etwa acht Wochen zu unserem Leben und bestimmt es. Zum Umgang damit sind in unserem alltäglichen Leben Regeln und Bestimmungen aufgestellt, die dazu beitragen, die Verbreitung dieses Virus zu stoppen: 2m Abstand zueinander, Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken, Hände desinfizieren.

Sieben Wochen Shutdown, ein Herunterfahren unseres öffentlichen gesellschaftlichen Lebens findet statt: zuhause bleiben, Home-Office, keine Schule, keine Kita, kein Kindergarten, kein Sport, kein shopping, kein Kino, kein Theater, kein Kaffeetrinken in einem Café, …

Seit dieser Woche werden die Bestimmungen, die Corana-Maßnahmen in den Bundesländern der BRD gelockert.

In NRW haben die Geschäfte wieder geöffnet und auch die Fitness-Studios sind unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder offen.

Lockerung der Maßnahmen schon jetzt? Ist das richtig?

Virologen und Wissenschaftler*innen raten zu mehr Langsamkeit im Hochfahren unseres gesellschaftlichen Lebens.

Anderen wiederum geht es nicht schnell genug.

Und da-zwischen stehen wir: Fragen und Unsicherheiten tun sich auf, jede*r muss eine eigene Meinung finden.

„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Ängstlichkeit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Tim 1,7)

Ja, Kraft brauchen wir. Durchhaltekraft, nicht die Nerven verlieren und aushalten, dass manches so nicht geschehen kann: die geplante Hochzeit mit vielen Menschen, der anvisierte Urlaub im Sommer auf Mallorca, stattdessen: die Situation annehmen, runterfahren, zur Ruhe kommen, entschleunigen, innehalten.

Und Liebe – die nachfragt, aufmerksam und interessiert ist und telefoniert mit der Mutter, die im Moment nicht besucht werden kann.

Und Besonnenheit – dass wir verantwortlich mit uns und anderen umgehen, die Abstands- und Hygieneregeln einhalten.

Wir können darauf vertrauen, dass uns jetzt die Kraft, die Liebe und Besonnenheit gegeben sind, die wir brauchen, um durch diese Tage zukommen. Verlassen wir uns  darauf!

Bleiben Sie behütet!

Herzliche Grüße

Pfarrerin Martina Gerlach

Frauenarbeit im Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten und Pfarrerin im Vorstand der Frauenhilfe, Bezirksverband Gladbeck-Bottrop-Dorsten

 

 

"Alles-ist-möglich-Donnerstag" 14. Mai

Sonntagsgruß 10. Mai

Gebet

Barmherziger Gott, mein Leben atmet deinen Geist. Du gibst mir Kraft und Zuversicht. Du ebnest meinen Weg. Denn du hast dich mit uns verwoben, Gott. Untrennbar bist du mit den Menschen verbunden und gibst dich für sie hin. Mit dieser Hingabe wollen auch wir leben, für dich und für andere Menschen. So erfahren wir bereits hier auf der Erde, wie die Ewigkeit schmeckt.
Gott, festige unseren Blick auf das Morgen und sorge mit deiner Vergebung dafür, dass wir nicht vom Gestern gefesselt werden.
Gott, öffne unsere Ohren und Herzen und sorge mit deiner Menschenfreundlichkeit dafür, dass niemand vergessen wird.
Gemeinsam mit Jesus Christus beten wir:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Kirche mit Kinder 09. Mai

Andacht am 08. Mai

Andacht am 08. Mai von Pfarrer Andreas Weyer

„Googeln“ und Bäume pflanzen

Liebe Leserinnen und Leser!

Warum haben wir Corona? – Der Neurobiologe Stefano Mancuso macht dafür den Klimawandel und das dadurch bedingte Aussterben vieler Arten dafür verantwortlich. Sicher kann ich über diese Auffassung kontrovers diskutieren, aber ich glaube, es ist was dran.

„Schöpfung bewahren“ ist der christliche Begriff dafür, mich einzusetzen, dass auch künftig ein lebenswertes Leben auf unserem Planeten möglich ist. Und das aus christlicher Überzeugung heraus, aus Ehrfurcht vor Gottes Schöpfung.

Im privaten Bereich habe ich eine breite Palette von Möglichkeiten, meinen Beitrag zu leisten. Ich kann entscheiden, was ich tun kann und will.

Ich habe auch Einfluss auf politische Weichenstellungen. Noch leben wir in einer Demokratie und durch die Wahlen entscheide ich mit, wohin die Reise geht. Und wenn ich Mitglied einer demokratischen Partei bin, dann kann ich mich auch in den innerparteilichen Meinungsbildungsprozess einbringen.

Ebenso kann ich mich in einer Umweltschutzorganisation oder -bewegung engagieren und so den Klimaschutz voranbringen.

Doch zur Überschrift: ECOSIA heißt eine Berliner Suchmaschine, die mit ihren Erlösen weltweit große Gebiete wieder aufforstet. 92.965.680 Bäume (Stand Mittwoch Morgen) sind bereit gepflanzt. Und wenn ich sehe, mit welchem Tempo die Zählmaschine läuft, dann wird bald die 100 Mio. Grenze erreicht sein.

Ich finde, eine sehr gute und sehr einfache Möglichkeit, etwas für den Klimaschutz zu tun und Schöpfung zu bewahren.

Also: ECOSIA anklicken, informieren, installieren und fortan durchs „googeln“ Bäume pflanzen.

Es grüßt Euch und Sie ganz herzlich
Pfarrer Andreas Weyer

WiederWort 06. Mai

Sonntagsgruß 03. Mai

Gebet

Gott,

mal wieder so richtig, aus vollem Herzen, jubeln zu können,

das wünsche ich mir.

In den vergangenen Wochen, da lagen die Sorgen und Ängste oftmals viel mehr oben auf als der Jubel.

Mein Herz hat sich schwer angefühlt angesichts der Kontaktverbote, der Sorgen um Freunde und Familie, um Menschen in der Gemeinde.

Allmählich bricht sich die Freude wieder mehr Bahn.

Darüber bin ich froh.

Ich bitte dich, Gott: Lass Lachen meinem Mund und mein Herz erfüllen.

Lass mich jubeln über dich.

Denn ich weiß, du bist der Grund meiner Hoffnung.

Du bist immer an meiner Seite.

Dafür danke ich dir!

 

Alles, was ich an diesem Morgen noch auf dem Herzen habe, sage ich dir mit dem Gebet, das schon dein Sohn Jesus Christus gebetet hat:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Kirche mit Kindern 02. Mai

Andacht am 01. Mai

Andacht am 01. Mai von Pfarrer Daniel Schwedhelm

Liebe Leserinnen und Leser!

„So habt nun acht auf euch und auf die ganze Herde“ (Apg 20,28). Ein guter Ratschlag ist das, den Paulus da bereit hält. Und das gerade in diesen Tagen. Habt acht – auf euch selber und auf die anderen.

Es ist ein Rat, den Paulus Menschen gibt, die in der Gemeinde Verantwortung tragen. Und so ist es auch gerade jetzt ein Rat für uns, die wir überlegen und entscheiden müssen, wann und wie wir wieder Gottesdienste feiern können, ohne Menschen zu gefährden, ohne Erreichtes aufs Spiel zu setzen. Habt acht auf Euch und auf die ganze Herde. Das wollen wir tun. Nur wird das noch etwas an Überlegungen, Planungen, Vorbereitungen und damit auch an Zeit brauchen.

Aber ich glaube, dieser Rat gilt nicht nur uns als Gemeindeleitung. Ich denke viel mehr, es ist auch ein Rat, den wir alle hören sollten. Nicht nur in diesen Tagen. Habt acht auf euch und die anderen, die euch anvertraut sind. Aber was meint das?

Es meint sicherlich gerade in diesen Tagen, sich und andere zu schützen, Abstand halten, die Gefahr nicht auf die leichte Schulter nehmen. All das, was wir immer wieder und wieder hören. Und was leider doch nicht immer so klappt, wie es sollte.

Aber in diesem Wort, diesem Auftrag – „Habt acht!“ – steckt eben nicht nur der Schutz der anderen und der Selbstschutz, steckt nicht nur Abwehr und Verteidigung. Es klingt mindestens genauso auch die Achtung mit. Habt acht – das heißt eben auch: achtet auf einander, achtet einander. Es geht um Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Es geht darum, meine Aufmerksamkeit hinzulenken auf den anderen. Nicht nur ein flüchtiger Blick, sondern echtes An-Sehen. Um des anderen willen, und um meiner selbst willen.

Denn mir hilft dieser Blick auf den anderen dabei, nicht nur um meine eigenen Gedanken und Sorgen zu kreisen und in ihnen zu versinken. Dieser Blick weitet meinen Horizont, er überschreitet meine Grenzen, und er verbindet mich mit den anderen und mit der Gemeinschaft. Und wann immer ich davon höre oder es sehe, wie viele Menschen auch jetzt genau so leben, macht es mich froh und zuversichtlich.

Habt acht auf euch und die anderen. Eigentlich braucht es dazu nicht die Bibel, um uns das zu sagen, sondern nur etwas Mitmenschlichkeit. Aber für mich als Christen ist dieses Acht-Haben nicht nur ein Gebot der Menschlichkeit, sondern es ist mir auch ein Hinweis auf den, der sich selbst den guten Hirten nennt, auf Christus, der auf mich achtet, der mich sieht. Und weil er auf mich achtet, kann ich im Vertrauen auf ihn auch in größerer Freiheit von mir selber absehen und auf andere achten.

In mir lebt beides: Ich brauche es, dass jemand auf mich achtet. Ich brauche es, dass Gott auf mich achtet, und auch dass Menschen auf mich achten. Aber ich kann im Vertrauen auf Gott dem Vorbild Jesu folgen, und selber auf andere achten. Und wo meine Möglichkeiten und Kräfte an ihre Grenzen kommen, will ich alles ihm anvertrauen und darauf hoffen: Er ist und bleibt der gute Hirte.

Es grüßt Sie ganz herzlich
Pfarrer Daniel Schwedhelm

"Alles-ist-möglich-Donnerstag" 30. April

Sonntagsgruß 26. April

Gebet

Ewiger Gott, dein Überblick über das Leben ist grenzenlos. Du erträgst die Vergangenheit und hast einen klaren Blick für die Zukunft. Wir suchen deine Orientierung, um einen tragfähigen Weg beschreiten zu können. Viele Stimmen erschallen um uns herum. Deine Stimme, Gott, soll in jedem Menschen deutlich davon sprechen, wie deine Liebe unsere Welt gestalten kann. Wir bitten für ein gelingendes Miteinander, in dem niemand verloren geht.
Gemeinsam mit Christus beten wir:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Kirche mit Kindern 25. April

Interreligiöses Gebet 24. April

Andacht am 24. April

Andacht am 24. April von Pfarrerin Gabriele Anicker

Nun ist Corona-Zeit

Nun gilt schon in der sechsten Woche: Zuhause bleiben. Alles wird verschoben: Die Konfirmation, die Trauung, die geplanten Taufen, - alles soll später nachgeholt werden. Aber wir merken auch - das Leben kann man nicht verschieben.

Die Entwicklung der kleinen Enkelkinder können die Großeltern nicht miterleben. Im Hospiz kann man keine letzten Wünsche mehr erfüllen, weil zurzeit so wenig möglich ist. Frau M. feiert ihren 80. Geburtstag alleine. Vieles kann man nicht wirklich nachholen. Denn die Zeit geht unerbittlich weiter und lässt sich nicht anhalten.

„Alles hat seine Zeit“ heißt es im Buch Prediger im 3. Kapitel. Es gibt für alles eine Zeit. Corona Zeit – was bedeutet diese Zeit für uns?

Für uns ist das sehr unterschiedlich.

Manche erleben eine Zeit des Wartens, eine Zeit des Alleinseins, eine Zeit der Verhinderung.
Andere erleben eine Zeit der Großen Belastung, eine Zeit mit viel Stress und Erschöpfung.
Wieder andere zeigen: es ist eine Zeit der Angst und sogar Panik vor Covid 19.
Es ist für uns alle eine schwierige Zeit.

Aber es ist auch eine Zeit der Entschleunigung. Weniger Autos, bessere Luft, manche Menschen sind tatsächlich freier. Sie müssen nicht ins Sportstudio, müssen nicht zum Arbeitsplatz, keiner erwartet, dass man mal wieder vorbei kommt zu einem Besuch, man hat Zeit. Die Familie kommt in den Blick. Die Beziehungen untereinander werden wichtig.
Und auch die eigene Spiritualität. Meine Beziehung zu Gott. Wo ist mein Glaube in meinem Alltag, wenn die Kirche keine Angebote vor Ort macht? Was ist mir wichtig? Und was vermisse ich auch gar nicht?

Alles hat seine Zeit. Der Prediger kommt zu dem Schluss: (Pred 3,12) „Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben.“ Das heißt wohl so viel wie: mach das Beste draus! Such das Positive an deiner Situation und genieße das. Die gute Luft, die grüßenden Fußgänger, die Stau-freie Autobahn, die Technik von Telefon und Internet, die Gemeinschaft in Haus und Wohnung. …

Corona Zeit: da will ich nicht warten, bis die Zeit vorbei ist, wie in einem Wartezimmer, nein, da will ich das volle Leben trotz Corona. Ich will mich auf das konzentrieren, was möglich ist.

Das wünsche ich Ihnen allen!

Pfarrerin Gabriele Anicker

WiederWort 22. April

"Keinen Tag soll es geben" von Liza und Mario 19. April

Sonntagsgruß 19. April

Kirche mit Kindern 18. April

Gospelchor Morning Star 17. April 2020

Andacht am 17. April 2020

Andacht am 17. April von Pfarrer Martin Schäfer

Liebe Leserinnen und Leser!

Was machts Du mit Deinen Sorgen und Ängsten? Was lässt dich Hoffnung schöpfen?

Mach ein Foto oder ein Video mit deinem persönlichen Hoffnungszeichen.

Das hatte ich zu Ostersonntag die Konfirmandinnen und Konfirmanden gefragt.

Darum hatte ich sie zu Ostersonntag gebeten.

Und sie haben geantwortet und ihr Zeichen geteilt, ein Foto von der Familie aus dem letzten Urlaub zum Beispiel. Oder ein Foto von einem geschmückten Osterstrauch. Ich selbst habe eine Fotocollage erstellt. Sie zeigt den Apfelbaum in unserem Garten. Er steht in Blüte. Eine Blüte habe ich ganz aus der Nähe aufgenommen. Die Blütenpracht fasziniert mich jedes Jahr. Der Apfelbaum blüht verschwenderisch auch nach einem harten Winter oder, wie im letzten Jahr, nach einem trockenen Sommer. Er zeigt mir des Lebens Blütentraum, den Traum, dass das Leben siegt.

Unter den Liedern unseres Glaubens ist eines, welches ich bei seinem Anblick summe. Es erzählt auch von einem Baum, einem Mandelbaum. (EG 651) Die erste und die letzte Strophe singen vom Fingerzeig, dass das die Liebe bleibt und wie das Leben siegt, sie umklammern die Erfahrungen der Not und der Sorge, die wir in diesen Tagen miteinander erleben.

Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,
ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt.

Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt,
bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt.

Unser Apfelbaum ist kräftig. Nach einem Unwetter lag er letztes Jahr am Boden. Wir haben ihn aufgerichtet und gestützt, er hat Früchte getragen und jetzt blüht er wieder.

Das griechische Wort für Kraft ist dynamis. Dynamis bedeutet aber nicht nur Kraft, sondern auch Bewegung, die Kraft, Veränderung herbeizuführen.

Viel ist in diesen Tagen von einer dynamischen Situation die Rede, einer Situation, die sich ständig verändert, die die Herausforderungen neu formuliert, neue Erkenntnisse bringt und alte Entscheidungen als überholt dastehen lässt. Das sind Kräfte, die von außen auf uns einwirken, so wie Wind und Sturm und Sonne und Regen auf den Apfelbaum.

Diese äußeren Kräfte treffen auf eine Kraft, die von innen heraus wirkt und reagiert. Eine wichtige Eigenschaft ist die Fähigkeit, flexibel zu reagieren, den äußeren Kräften angepasst. Die Äste des Baumes biegen sich im Sturm und geben dem Druck der Naturgewalten zunächst nach, um sich im nächsten Moment wiederaufzurichten und in Position zu bringen. So hat Gott auch uns Menschen, Dir und mir, Fähigkeiten und Möglichkeiten geschenkt, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen, ihnen zu widerstehen, sie zu überstehen und gestärkt aus ihnen hervorzugehen, Fähigkeiten und Möglichkeiten, uns zu verhalten und auf die Verhältnisse um uns herum einzuwirken. Das lässt mich in den Sorgen und Ängsten dieser Tage Hoffnung schöpfen.

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.                          2. Timotheus 1,7

Es grüßt Euch und Sie ganz herzlich

 

Pfarrer Martin Schäfer

eg 100 - Wir wollen alle fröhlich sein - Improvisation von Kantor Michael Oddei

eg 100 - Wir wollen alle fröhlich sein

Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit; denn unser Heil hat Gott bereit'. Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, gelobt sei Christus, Marien Sohn.

 

Es ist erstanden Jesus Christ, der an dem Kreuz gestorben ist, dem sei Lob, Ehr zu aller Frist. Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, gelobt sei Christus, Marien Sohn.

 

Er hat zerstört der Höllen Pfort, die Seinen all herausgeführt und uns erlöst vom ewgen Tod. Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, gelobt sei Christus, Marien Sohn.

 

Es singt der ganze Erdenkreis dem Gottessohne Lob und Preis, der uns erkauft das Paradeis. Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, gelobt sei Christus, Marien Sohn.

 

Des freu sich alle Christenheit und lobe die Dreifaltigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, gelobt sei Christus, Marien Sohn.


(Text: Bayern/Österreich 12. bis 15. Jh.; Melodie: Salzburg 1160/1433, Tegernsee 15. Jh., Wittenberg 1529)

Andacht am Ostermontag 13. April 2020

Andacht zum Ostermontag von Pfarrer Frank Großer

Liebe Leserinnen und Leser,

Und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse…

In den Tagen und Wochen dieses Frühjahres 2020 werden wir immer schneller und immer heftiger damit konfrontiert. Vernünftigerweise sitzen wir zu Hause und bekommen doch hautnah mit, wie das Leben an vielen Orten zum Erliegen kommt und wie viele Menschen weltweit Opfer dieser weltumspannenden Krankheit werden. In den Simulationsdiagrammen im Internet ist eindrücklich zu sehen, wie sich die Infektionskurven rasend schnell aufbauen und wie sich die Krankheit explosionsartig an den Hotspots entwickelt. Alles ohne Vorwarnung, alles so rasant, dass wir Menschen mit dem Reagieren kaum nachkommen.

Und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse…

Rasend schnell geht es auch am Ostermontag in der biblischen Erzählung von Lukas. Gerade erst haben die zwei Emmausjünger ihre Begegnung mit dem Auferstandenen den anderen Freunden von Jesus erzählt, da erscheint Jesus selbst in ihrer Mitte. „Friede sei mit euch!“ so spricht er die im Haus Versammelten an. Ebenfalls rasant und ohne Vorwarnung. Die Reaktion: Erschrecken und Furcht. Nur langsam legt sich dann die Angst. Sie wird immer weniger, als Jesus sogar mit seinen Freunden spricht. Als er ihnen außerdem seine Wunden zeigt und zudem mit ihnen isst, sind die Jüngerinnen und Jünger wieder aufnahmefähig, auch auf seine Worte zu hören. Auf die Worte, die vom Leiden und vom Auferstehen erzählen. Worte, die beschreiben, was an Jesus selbst zu sehen ist: Das Leben siegt. Das Leben kommt aus dem Tod zurück. Wenn sich plötzlich die Ereignisse überschlagen, ist es fast unmöglich die österliche Botschaft zu erfassen. Für die Jünger war das nicht anders, als für uns heute. Wenn alles so schnell geschieht, dass wir kaum noch reagieren können, macht sich auch bei uns Erschrecken und Angst breit. Doch dabei muss es nicht bleiben. Im Blick auf Jesus können wir weitersehen. Auf das Leben nach dem Leiden. Auf die Auferstehung aus dem Tod.

Zu diesem besonderen Osterfest 2020 wünsche ich Ihnen und Euch diesen österlichen Weitblick und weiterhin viel Gelassenheit in allen sich überschlagenden Ereignissen.

Es grüßt Euch und Sie ganz herzlich

Pfarrer Frank Großer

Osterandacht für Kinder 13. April

eg 116 - Er ist erstanden, Halleluja! - Improvisation von Kantor Michael Oddei

eg 116 - Er ist erstanden, Halleluja!

1. Er ist erstanden, Halleluja!
Freut euch und singet, Halleluja!
Denn unser Heiland hat triumphiert,
all' seine Feind' gefangen er führt.

Refrain:
Lasst uns lobsingen vor unserem Gott,
der uns erlöst hat vom ewigen Tod.
Sünd' ist vergeben, Halleluja!
Jesus bringt Leben. Halleluja!

2. Er war begraben drei Tage lang.
Ihm sei auf ewig Lob, Preis und Dank;
denn die Gewalt des Tod's ist zerstört;
selig ist, wer zu Jesus gehört.
- Refrain -

3. Der Engel sagte: "Fürchtet euch nicht!
Ihr suchet Jesus, hier ist er nicht.
Sehet, das Grab ist leer, wo er lag:
er ist erstanden, wie er gesagt."
- Refrain -

4. Geht und verkündigt, dass Jesus lebt,
darüber freu' sich alles, was lebt.
Was Gott geboten, ist nun vollbracht:
Christ hat das Leben wiedergebracht."
- Refrain -

5. Er ist erstanden, hat uns befreit;
dafür sei Dank und Lob allezeit.
Uns kann nicht schaden Sünd' oder Tod,
Christus versöhnt uns mit unserm Gott.
-Refrain -

(Text: Ulrich S. Leupold 1969 nach dem Suaheli-Lied Mfurahini, Haleluya von Bernard Kyamanywa 1966; Melodie: aus Tansania)

eg 99 - Christ ist erstanden - Improvisation von Kantor Michael Oddei

eg 99 - Christ ist erstanden

Christ ist erstanden von der Marter alle.
Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.

Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen.
Seit dass er erstanden ist, so lobn wir den Vater Jesu Christ’.
Kyrieleis.

Halleluja, Halleluja, Halleluja!
Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein.
Kyrieleis.

(Text: Bayern/Österreich 12. bis 15. Jh.; Melodie: Salzburg 1160/1433, Tegernsee 15. Jh., Wittenberg 1529)

Ostergruß 12. April 2020

Gebet

Du, Gott des Lebens.

Du bist unser Licht.

Du bist unsere Hoffnung.

Du bist es, der uns neues Leben schenkt.

Du bist auferstanden, damit wir das Leben haben.

Alles Dunkle liegt heute hinter uns.

Alles Verzagen, alle Traurigkeit und Zweifel sind bei dir aufgehoben.

Sie sind erhellt vom Licht des neuen Lebens.

Gott, wir bitten dich:

Sei bei allen, deren Blick immer noch in der Dunkelheit des Todes gefangen ist.
Die einen lieben Menschen verloren haben.

Die sich um Angehörige sorgen, die krank sind

oder die sie gerade nicht besuchen können.

Lass auch für sie das Licht des neuen Lebens leuchten.

Gott, wir bitten dich:

Sei bei allen Menschen, deren Schicksal in den vergangenen Wochen durch das Coronavirus fast in Vergessenheit geraten ist.

Bei den Menschen, die auf der Flucht sind und sich nach einem freien und gerechten Leben für sich und ihre Familien sehnen.

Bei allen, die kein Dach über dem Kopf haben.

Hilf uns, sie nicht aus dem Blick zu verlieren.

Hilf uns, ihnen zu helfen.

Lass auch für sie das licht des neuen Lebens leuchten.

Gott wir bitten dich: Sei bei uns,

lass es hell werden und bleiben in unserem Leben.

 

Und so beten wir, wie schon dein Sohn Jesus Christus gebetet hat:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

 

 

Kirche mit Kindern 11. April

Andacht am Karfreitag 10. April 2020

Andacht zum Krafreitag von Pfarrerin Birgit Krenz-Kaynak

Du, Jesus,

ich schaue dich an, heute, am Karfreitag. Ich schaue auf dich am Kreuz. Es ist kaum auszuhalten. Was musstest du alles aushalten! Musstest du wirklich? Hättest du dich nicht wegdrücken können, abhauen, in Sicherheit bringen? Das haben doch deine Freunde auch getan. In alle Richtungen sind sie weggelaufen, weil sie Angst hatten. Vor der römischen Besatzungsmacht und auch vor diesem Anblick, der so hilflos, so ohnmächtig, so zornig macht.

Ich sehe dich und sehe so viele andere. Ich sehe flüchtende Menschen, die auf dem Meer ertrinken und die dem Ertrinken überlassen werden. Ich sehe Menschen in Heimen, die keinen Besuch bekommen dürfen und nicht verstehen können, was los ist. Ich sehe Menschen in Krankenhäusern, die um ihr Leben ringen, im besten Fall umgeben von Menschen, die ihnen dabei alle Unterstützung geben. Ich sehe dich in so vielen Gesichtern in dieser Zeit, in den Gesichtern auch meiner Liebsten. In leidenden Gesichtern. Was ist das für eine Wucht an Leid, an Schmerz! Ich verstehe die Freunde Jesu. Manchmal halte ich es auch kaum aus, möchte umschalten, weggehen, mich in Sicherheit bringen.

Und dann schaue ich wieder auf dich. Und erinnere mich an dein letztes Gebet vor der Verhaftung, in der du darum gebeten hast, diesen Weg nicht gehen zu müssen. Blut und Wasser habest du dabei geschwitzt, heißt es. Du wolltest leben, so wie so viele derer, die mir heute vor Augen sind. Und doch hat dein Gebet gemündet in die Bitte, dich in den Weg Gottes zu fügen, auch wenn er in das tiefste Dunkel führt. Was für ein Vertrauen! Ob ich so beten könnte? Ob ich das will?

Und dann sehe ich wieder andere Menschen vor mir. Die Ärztinnen und Pfleger, die bleiben und um jedes Leben ringen, auch wenn sie oft das Sterben von Menschen mitansehen und mitaushalten müssen. Menschen, die sich strafbar machen, um Ertrinkende aus dem Mittelmeer zu retten. Menschen, die mit dem Risiko leben, selber zu erkranken, aber unbedingt bei den Alten bleiben wollen. Was für eine Liebe zum Leben, zu Menschen ist doch in ihnen.

Haben sie auch auf dich geschaut? Haben sie dich gesehen, wie du selbst auf dem Weg zum sicheren Tod, zum Kreuz, nicht aufgehört hast zu lieben? Lukas erzählt, wie du deinen Freund Johannes deiner Mutter Maria anvertraut hast; wie du um Vergebung für die gebetet hast, die dich töten; wie du dem Verbrecher neben dir, der dich voller Sehnsucht anspricht, das Paradies eröffnet hast. Liebe bis zum Schluss. So hast du gelebt. Und bis zum Schluss hast du geliebt. All die vielen, die jetzt mit Phantasie und Verantwortung ihre Dienste tun, haben sie von dir abgeschaut?

Und jetzt schaue ich dich an, mit meinen Nöten und meinen Ängsten, mit meiner Sehnsucht nach Leben. Dir ist es nicht besser gegangen als mir, im Gegenteil. Ich bin bisher irgendwie davongekommen, du nicht. Ich schaue dich an und spüre: Du schaust ja auch mich an. Du schaust mich an mit einem Blick, der mir sagt: Ich kenne das, was du gerade durchmachst. Das habe ich auch erlitten. Ich bin bei dir. Ich kenne deine Ohnmacht, deine Angst, deinen Zorn. Geh deinen Weg weiter. Geh ihn mit deiner Angst. Schrei deine Verzweiflung, deinen Schmerz hinaus in den Himmel, auch wenn er stumm ist. Und höre nicht auf zu lieben.

Hilf mir dabei, du Mann am Kreuz! Amen.

Es grüßt Euch und Sie ganz herzlich

Pfrn. Birgit Krenz-Kaynak

Karfreitag 10. April 2020

Gebet

Gott, heute bin ich dir nicht so nahe. Nicht einig mit dir, nicht bedingungslos auf deiner Seite. Heute frage ich nur noch: „Warum?“ Heute verstehe ich so vieles nicht, denke ich nach über Gerechtigkeit und zerbreche mir dabei den Kopf.
Du hältst das alles mit mir aus, Gott. Darauf kann ich vertrauen. Du durchlebst meine Momente der Verlassenheit, der Traurigkeit und des Schmerzes mit mir. Unerschrocken stehst du an meiner Seite, nimmst auf dich, was möglich ist. Gott, ich danke dir für deinen Beistand.
Barmherziger Gott, ich bitte dich, erlöse uns bereits in dieser Welt von der Macht des Todes. Gib uns Freiheit, aus der wir unser Leben entfalten können. Sei du stark, wo jemand von zu viel Last niedergerückt wird. Sei du liebevoll, wo jemand zu viel geben muss. Sei du der neue Tag, wo jemand sich am Ende fühlt.
Mit Jesus Christus und Christen auf der ganzen Welt beten wir:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Improvisation von Kantor Michael Oddei

eg 652 - Von guten Mächten - Improvisation von Kantor Michael Oddei

eg 652 - Von guten Mächten

Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.


(Text: Dietrich Bonhoeffer (1944) 1945/1951; Melodie: Siegfried Fietz 1970)

eg 86 - Jesu, meines Lebens Leben - Improvisation von Kantor Michael Oddei

eg 86 - Jesu, meines Lebens Leben

Jesu, meines Lebens Leben,
Jesu, meines Todes Tod,
der du dich für mich gegeben
in die tiefste Seelennot,
in das äußerste Verderben,
nur dass ich nicht möchte sterben:
tausend-, tausendmal sei dir,
liebster Jesu, Dank dafür.

(Text: Ernst Christoph Homburg 1659; Melodie: Wolfgang Weßnitzer 1661)

Andachtsgruß: Gründonnerstag 09. April 2020

Gebet

Gott wir danken dir, dass du uns nahe kommst in Brot und Wein.

Sie werden für uns zum Brot des Lebens und zum Kelch des Heils.

Auch wenn wir heute nicht wie gewohnt Abendmahl feiern können, wissen wir, dass du uns Kraft und Zuversicht gibst für den Weg, den wir gehen müssen.

Wir bitten dich: Befreie uns von allem, was uns traurig macht und uns einengt.

Lass uns deinen Trost erfahren.

Stärke unseren Glauben und unser Vertrauen.

Befreie uns von unseren Zweifeln und unserer Verzweiflung.

Schenke uns Gemeinschaft mit dir und im Gebet auch mit den Menschen, mit denen wir im Moment nicht zusammen sein können.

Halte deine Hand über uns

und fang uns auf, wenn wir fallen.

Nimm uns unsere Ängste und schenke uns Hoffnung.

Darum bitten wir dich, an diesem Tag, an diesem Abend.

Und so beten wir, wie schon dein Sohn Jesus Christus gebetet hat:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Wir verschicken Postkarten als Ostergruß 06. April 2020

Palmsonntag mit Lego von Larina, Linus und Rike aus der KTP Dietrich-Bonhoeffer 05. April 2020

Sonntagsgruß 05. April 2020

Gebet

Jesus Christus, du bist Gott. Und gleichzeitig bist du mir nahe. Manchmal ist es so, als würden wir gemeinsam durch das Leben gehen. Du verstehst mich, weil du mich kennst. Und du verstehst mich, weil du selbst erlebt hast, wie es hier auf der Welt zugeht. So hast du mir die Möglichkeit gegeben, auch dich zu verstehen. Wenn ich lese, was du den Menschen gesagt hast, wie du mit ihnen umgegangen bist, dann erkenne ich darin Weisheit und Liebe, die mir zu Vorbild werden. Dich in der Einheit mit dem Vater und mit den Heiligen Geist bitte ich um Durchhaltevermögen. Gib uns die Chance, immer wieder Luft zu holen und neue Kraft zu schöpfen. Werde du uns zur Quelle. Sei gerade in diesen Tagen bei Menschen, die mir besonders am Herzen liegen. Gerne würde ich sie in die Arme schließen, gerne einfach nur bei ihnen sein. Sei du unser verbindendes Band. Bewahre die Ängstlichen, Tröste die Trauernden, ermutige die Hoffnungslosen. Gott, wir schließen mit den Worten des Vater Unsers: Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Kirche mit Kinder 04. April 2020

Andacht am Freitag 03. April 2020

Andacht von Pfarrerin Brigitte Ellgaard

Liebe Leserinnen und Leser,

wir erleben gerade eine Krise, ausgelöst durch ein bis dato unbekanntes kleines Virus. Das hat die Welt noch nicht erlebt: eine Mischung aus Todesgefahr, Stillstand des öffentlichen Lebens, Veränderung der sozialen Beziehungen und über allem liegt eine Ruhe, die höchstens durch neue Nachrichten unterbrochen wird. Das Wort Krise kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Entscheidung", "Wendepunkt". Im Chinesischen gibt es für das Wort Krise zwei Zeichen: "wei" und "ji". Sie bedeuten "Gefahr" und "gute Gelegenheit". Damit sind die beiden Elemente einer Krise gut beschrieben.  Sie können an sich selbst und Menschen in ihrer Umgebung beobachten, wie sie auf diese Krise reagieren. Einige sehen nur die Gefahr, schauen sich immer die neusten Prognosen und Zahlen an. Die anderen beginnen, die gute Gelegenheit zu sehen. Eine einmalige Gelegenheit sich und diese sich rasant verändernde Welt neu zu entdecken.

In der Bibel, die viele Texte von „KrisenexpertInnen“ enthält, gibt es eine Krisengeschichte, die ich Ihnen in Erinnerung rufen möchte. Wir lesen das im zweiten Buch Mose im 16. Kapitel. Das Volk Israel ist nach dem Auszug aus Ägypten, wo es vom dortigen Herrscher in Sklaverei gefangen gehalten wurde, durch Mose und seinen Bruder Aaron auf dem Weg ins Gelobte Land gebracht worden. Im Augenblick, den unsere Geschichte schildert, sind sie in der Wüste. Es gibt nichts zu essen, es ist heiß, der Marsch ist anstrengend, die Kinder plärren, die Frauen meckern, die Männer werden aggressiv. Krisenverhalten eben. Dann passiert etwas Spannendes: die Ersten vergolden die Vergangenheit: „Wollte Gott, wir wären in Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen.“  Das Vergolden der unfreien Vergangenheit kennen wir heute auch: "In der DDR hatte ich wenigstens einen sicheren Arbeitsplatz." "Hitler hat doch die Autobahn gebaut und man konnte seine Haustür einfach offen lassen." Warum reagieren Menschen so, so vollkommen irrational? Ganz einfach: Wer sich weigert die herausfordernde Gegenwart zu gestalten, verklärt die Vergangenheit. Das ist aber noch nicht alles: Das Volk murrt gegen Mose und Aaron und damit auch gegen Gott. In der Geschichte hört Gott das Murren des Volkes und gibt ihnen Fleisch in Gestalt von Wachteln des Abends und Brot in Gestalt von Manna des Morgens. Die Israeliten kennen das Manna nicht und nennen es Man hu = was ist das?

Aber diese Speise hat eine Besonderheit: Jeder und jede dürfen nur soviel davon sammeln, dass sie satt werden. Wenn sie die Speise aufheben wollen, kommen Würmer hinein und sie verdirbt. Also: Du bekommst, was du für den Tag brauchst aber nicht mehr. Wozu führt das? Ich muss vertrauen. Ich muss vertrauen nicht auf mich und meine Fähigkeiten. Ich muss vertrauen auf Gott. Tag für Tag, Stunde für Stunde. Vertrauen darauf, dass er mir Nahrung für den Leib und die Seele gibt, aber eben nicht im Voraus. Vertrauen, dass er meinen Blick verändert auf diese Coronakrise, dass ich z.B. die wunderbaren, kreativen Ideen der Schüler sehe, die für Senioren einkaufen. Dass ich mich nicht in Zahlen und Expertenprognosen verliere, sondern das tue, was in der Krisenbewältigung oberstes Gebot ist: Stabilität und Abgrenzung. Stabilität gewinne ich durch Vertrauen auf Gott, jeden Tag neu. Abgrenzen kann ich mich von der Medienüberflutung indem ich auswähle. Die gute Gelegenheit kann ich in der Krise sehen, wenn ich plötzlich entdecke, wieviel Zeit ich für meine Kinder habe in dieser „besonderen Zeit“. Wenn ich alte Freunde anrufe und auch erreiche und wir lange sprechen. Wenn ich meine Nachbarin frage, ob ich für sie einkaufen kann, weil sie schon alt ist. Wenn ich meinem Tag mit Homeoffice einen eigenen Rhythmus geben kann. Wenn ich spüre wie mich diese Krise zu einem bewussten Leben und neuen Glauben führen kann. Man hu, fragen die Israeliten und wir sagen mit Vertrauen: eine gute Gelegenheit.

Es grüßt Euch und Sie ganz herzlich

Pfrn. Brigitte Ellgaard

Sonntagsgruß 29. März 2020

Gebet

Treuer Gott,

schaffe mir Recht, wo mir Unrecht begegnet.

Vergib mir, wo ich anderen Unrecht getan habe.

Hilf mir, mich selbst für ein gerechtes Miteinander einzusetzen.

Ich bitte dich, lass alle Menschen deine Gerechtigkeit erfahren, wende du alle Not.

Begegne uns mit deiner Liebe und Güte.

 

Treuer Gott, viele Menschen machen sich im Moment Sorgen wegen des Corona-Virus und sind verunsichert.

Wir bitten dich: Lass uns besonnen und verantwortungsvoll in dieser Situation handeln.

Hilf uns, gut aufeinander zu achten.

Sei bei allen Kranken und behüte sie.

Sei bei Ärztinnen und Ärzten, beim Pflegepersonal in Krankenhäusern und Einrichtungen.

Gib ihnen Kraft für diese besondere Situation.

Sei bei allen, die dafür Sorge tragen, dass unsere alltägliche Versorgung aufrecht erhalten bleibt.

Wir danken dir für ihr Engagement und bitten dich: Behüte sie.

 

Alles, was ich an diesem Morgen noch auf dem Herzen habe, sage ich dir mit dem Gebet, das schon dein Sohn Jesus Christus gebetet hat:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Kirche mit Kindern 28. März 2020

Gruß von der Petruskirche 27. März 2020

Andacht am Freitag 27. März 2020

Andacht von Pfarrer Andreas Weyer

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist ruhiger jetzt in diesen Tagen.

Ich vermisse meine Yoga-Stunde, das Training im Fitness-Studio, die wöchentliche Chorprobe, das Treffen mit den Männern meines Chores, die Geburtstagsfeier in der Familie.

Und ich vermisse die Gemeinde: die Menschen im Gottesdienst, die Gruppen, die normalerweise das Gemeindehaus bevölkern, die Gottesdienste mit den KiTa-Kindern, den Schulkindern und in den Pflegeheimen, die Treffen im Pfarrteam. Ja, ich vermisse sogar die Sitzungen, sei es im Bezirksbeirat oder im Presbyterium.

Gut, dass Gemeinschaft jetzt anders gepflegt wird: viele Telefonate, Nachhören „wie geht´s“, Whats-App Kontakte, viele E-Mails, die hin- und hergehen, die erste digitale Pfarrkonferenz, und auf der Gemeinde-Homepage bleiben wir in Kontakt mit Euch/mit Ihnen. Hier gibt es jeden Tag einen neuen Impuls in den Sozialen Medien (Anmerkung der Redaktion: Abrufbar über die Homepage unter den Links: „Digitale Kirche auf Instagram und Facebook“ oder direkt bei Facebook (Evangelische Kirchengemeinde Gladbeck) oder Instagram (evang_gladbeck)).

Angerührt hat mich der Instagram-Beitrag der Konfigruppe. Ein Foto mit Sprechblase „Gott, ich bitte Dich für meine Familie und Freunde. Pass gut auf sie auf. Amen.“ Verbunden mit dem Angebot, Gebetsanliegen zu schicken, die ins Abendgebet aufgenommen werden können.

Das ist eine besondere Verbundenheit. Im Abendgebet vor Gott an die Lieben denken, vielleicht eine Liste mit Namen durchgehen, unsere Wünsche für sie vor Gott bringen und so verbunden sein mit ihnen.

 

Es grüßt Euch und Sie ganz herzlich

Pfr. Andreas Weyer

"Alles-ist-möglich-Donnerstag" 26. März 2020

Sonntagsgruß 22. März 2020

Gebet

Gott, der du barmherzig und ewig bist, sieh in unser Herz. Erkenne dort, was wir fühlen und denken. Sei für uns ein Schutzschild gegen alles, was auf uns hereinprasselt. Es drückt uns nieder, es engt uns sein. Wir wollen das nicht. Vielmehr vertrauen wir dir unsere Ängste und Sorgen an. Vertrauen darauf, dass du die Last mit uns trägst. Gott, stärke uns für die kommenden Tage. Und vergibt uns, wo wir in den vergangenen Tagen nicht die richtigen Worte gefunden haben. Wo wir nicht gehandelt haben, obwohl wir es konnten. Wir beten für die Menschen, die gerade so viel für uns alle arbeiten und verantworten. Und wir beten für diejenigen, mit denen wir in Liebe verbunden sind. Wir schließen mit den Worten des Vater Unsers: Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Kirche mit Kindern 21. März 2020

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