Gottesdienst Ewigkeitssonntag

Gottesdienst Ewigkeitssonntag 22. November 2020

Martin-Luther-Kirche

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr schaut zurück und zugleich nach vorne. Wir gedenken in diesem Gottesdienst noch einmal all der Menschen, von denen wir uns im vergangenen Jahr verabschieden mussten. Wir tun dies aber eingebettet in die Perspektive der Ewigkeit: in der erwartungsvollen Hoffnung auf die Überwindung des Todes, die wir als Christen durch Jesus in uns tragen, wach und bereit gehalten durch die Verheißungen Gottes, wie sie uns in der Bibel begegnen.

Eingangslied: Bis ans Ende der Welt

Bis ans Ende der Welt. Bis ans Ende der Zeit. Deine Liebe hält bis in Ewigkeit.

Sie wird niemals vergehn. Sie steht fest und sie bleibt, *wenn der Vorhang fällt und der Tag sich neigt.

Niemand und nichts kann uns trennen von dir, deine Liebe ist stark wie der Tod.

Wenn du für uns bist, wer kann gegen uns sein, denn auf ewig bist du unser Gott.

*[Schluß:] … wenn der Vorhang fällt. Deine Liebe reicht bis ans Ende der Welt.

 

Psalm (Psalm 126)

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.

Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein.

Dann wird man sagen unter den Heiden: Der HERR hat Großes an ihnen getan!

Der HERR hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich.

HERR, bringe zurück unsre Gefangenen, wie du die Bäche wiederbringst im Südland.

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.

Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen

und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

 

Lesung (Matthäus 25,1-13)

Jesus sprach zu seinen Jüngern:

(1) Dann wird das Himmelreich gleichen zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen hinaus, dem Bräutigam entgegen.

(2) Aber fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. (3) Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit.

(4) Die klugen aber nahmen Öl mit in ihren Gefäßen, samt ihren Lampen.

(5) Als nun der Bräutigam lange ausblieb, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.

(6) Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen!

(7) Da standen diese Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen fertig.

(8) Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen verlöschen.

(9) Da antworteten die klugen und sprachen: Nein, sonst würde es für uns und euch nicht genug sein; geht aber zu den Händlern und kauft für euch selbst.

(10) Und als sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen.

(11) Später kamen auch die anderen Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf!

(12) Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.

(13) Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.

 

Lied: EG 147, 1 Wachet auf, ruft uns die Stimme

„Wachet auf,“ ruft uns die Stimme der Wächter sehr hoch auf der Zinne, „Wach auf du Stadt Jerusalem! Mitternacht heißt diese Stunde!“ Sie rufen uns mit hellem Munde: „Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der Bräut’gam kommt, Steht auf, die Lampen nehmt! Halleluja! Macht euch bereit zu der Hochzeit; Ihr müsset ihm entgegengehn!“

 

Predigt (zu Offenbarung 21, 1-8)

(1) Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.

(2) Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

(3) Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;

(4) und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

(5) Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!

(6) Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

(7) Wer überwindet, der wird dies ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.

(8) Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Hurer und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

 

Lied: EG 153 Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel, der kommt

1. Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel, der kommt, wenn einst Himmel und Erde vergehen.

2. Der Himmel, der kommt, das ist der kommende Herr, wenn die Herren der Erde gegangen.

3. Der Himmel, der kommt, das ist die Welt ohne Leid, wo Gewalttat und Elend besiegt wird.

4. Der Himmel, der kommt, das ist die fröhliche Stadt, und der Gott mit dem Antlitz des Menschen.

5. Der Himmel, der kommt, grüßt schon die Erde, die ist, wenn die Liebe das Leben verändert.

 

Wir gedenken der Verstorbenen des vergangenen Kirchenjahres und nennen ihre Namen.
Für jeden von ihnen ist eine Kerze angezündet.

 

Lied: EG 147, 2 Zion hört die Wächter singen

Zion hört die Wächter singen, das Herz tut ihr vor Freude springen, sie wachet und steht eilend auf.

Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig;

ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna!

Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abendmahl.

 

Fürbitte, Vater unser, Segen

 

Lied: EG 147, 3 Gloria sei dir gesungen

Gloria sei dir gesungen mit Menschen- und mit Engelzungen, mit Harfen und mit Zimbeln schön.

Von zwölf Perlen sind die Tore an deiner Stadt; wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron.

Kein Aug hat je gespürt, kein Ohr hat mehr gehört solche Freude.

des jauchzen wir und singen dir das Halleluja für und für.

   

 

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