Vorletzter. So. d. KJ

Am kommenden Wochenende, 13.11.2022 - 10:30 Uhr,
laden wir ein zum »
Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres

 

„Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“, heißt es im Gleichnis vom Weltgericht. Dem Horizont des Gerichts stellt der Wochenspruch die bleibende Verbindung mit Christus an die Seite: „Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn“. Der vorletzte Sonntag des Kirchenjahres wird in der Regel als Friedenssonntag oder Volkstrauertag gefeiert.

 

Wochenlied:

EG 149 - Es ist gewisslich an der Zeit

 

Ein gerechtes Gericht

Wer kennt sie nicht, die Gerichtsdarstellungen mittelalterlicher Kathedralen? Die Zeiten, in denen grässliche Fratzen uns Furcht einflößten, sind Gott-sei-Dank längst vorbei.

 


© Unsplash / Stefan Kunze

Und doch spricht die Bibel vom Jüngsten Gericht. Nicht nur wegen der Opfer, denen zu Lebzeiten kein Recht widerfuhr, ist der Gedanke unverzichtbar. Wer gerichtet wird, wird neu ausgerichtet auf den Weg der Barmherzigkeit und der Liebe. Das kann schmerzhaft sein. Aber es ist kein gnadenloser Richter, den wir erwarten: Hiob, der sich von Gott gestraft fühlt und sich doch nach seiner Gnade und Zuwendung sehnt, das Gleichnis von der Witwe, die den Richter bestürmt und letztlich Recht erlangt – sie zeigen: Gott richtet nicht nach menschlichen Maßstäben – er ist barmherzig. Deswegen steht auch uns kein letztes Urteil zu. Der Blick Gottes, so vermittelt der vorletzte Sonntag im Kirchenjahr, kann eine Erlösung sein. Denn er bringt ans Tageslicht, wie wir eigentlich sein sollten: heil und gut. Von dieser Erwartung her können Christen heute schon ihr Leben barmherziger gestalten.

 

Evangelium:

 

Wochenspruch:

"Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi."    2 Kor 5,10a

 

Wochenpsalm   (Ps 50,1-6.14-15.23):

1Gott, der Herr, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.

2Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes.

3Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressendes Feuer geht vor ihm her und um ihn her ein gewaltiges Wetter.

4Er ruft Himmel und Erde zu, dass er sein Volk richten wolle:

5»Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mit mir schlossen beim Opfer.«

6Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkünden; denn Gott selbst ist Richter. SELA.

 

 

Glaube im Alltag:

Trauer gestalten

Fragen nach der eigenenen Endlichkeit, Sterben und Trauer prägen die Stimmung am Ende des Kirchenjahres.

Seit 1980 gibt es die „Ökumenische Friedensdekade“ als Gebets- und Aktionswoche für den Frieden.

Für Trauernde können die ganz alltäglichen Verrichtungen plötzlich sehr fremd werden. Das Aufstehen und Zubettgehen, das Kochen und Essen und alle Dinge des Haushalts werden manchmal zur Last. Da hilft es, wenn diese wie ein Ritual, mit Andacht und langsam vollzogen werden. Ziehen Sie jeden Morgen zu einer bestimmten Zeit die Vorhänge in Ihrem Schlafzimmer, Ihrem Wohnzimmer zur Seite und begrüßen Sie den neuen Tag. Dabei ist es völlig unerheblich, wie Ihnen zumute ist. Tun Sie es einfach regelmäßig. Es wird bewirken, was es besagt: Der neue Tag, das neue Licht wird Ihnen „ein-fallen.“ Und am Abend bedanken Sie den Tag, egal, wie er war. Schließen Sie die Vorhänge oder das Rollo ganz bewusst. Und legen Sie sich selbst und Ihre Nacht in eine größere Hand. (Quelle: Brigitte Enzner-Probst: Trauer leben, Rituale, Segensworte und Gebete, Claudius Verlag, München 2010, 2. Auflage)

 

 

Und weiter:

Was geschah damals am "13.11."? (Quelle: Wikipedia)

 

Immer daran denken:

Für alle die uns nicht besuchen können,

Ihr seht uns im LIFE-Stream bei YouTube unter

https://www.youtube.com/c/MalukiStream

 

Wir wünschen einen gesegneten Sonntag

 

Ihr / Euer Team der Martin-Luther-Kirche

 


 

Ebenso laden wir ein zu einem Ökumenischen Gottesdienst
"Für alle die ein Kind verloren haben"
um 15:00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche
(siehe auch hier die Ankündigung)

 

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