Taufe

Herzlich willkommen!

Wir freuen uns, dass Sie Ihr Kind taufen lassen möchten! Für Ihre Vorbereitung auf die Taufe haben wir einige Informationen zur Bedeutung der Taufe und zu Ablauf und Gestaltung des Taufgottesdienstes zusammengestellt.

Zur Bedeutung der Taufe

Die Bedeutung

Die Taufe bildet in der Bibel meist den Abschluss eines Weges. Zur Zeit der ersten Christen haben zuerst erwachsene Menschen die Gute Nachricht von Jesus Christus kennen gelernt und sind davon berührt worden. Diejenigen, die diese Botschaft aus innerer Überzeugung bejahen konnten, haben ihre Zustimmung öffentlich durch ihren Taufwunsch signalisiert. Durch das Untertauchen im Wasser, verbunden mit der Taufformel: "Ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes", wird der Täufling dem Herrschaftsbereich Gottes unterstellt. Das bisherige Leben wird für beendet erklärt, ein ganz neuer Lebensabschnitt beginnt. Der Getaufte wird zugleich auch aufgenommen in die Kirche und darf von jetzt ab den Namen "Christ“ tragen. Die Gemeinschaft mit anderen Christen in der Gemeinde bildet einen wichtigen Teil des neuen Lebens.

Gleichzeitig werden das Wort der Bibel und die guten Gebote Gottes zur verbindlichen Leitlinie für das tägliche Verhalten. Mit der Taufe wird Jesus Christus als der Herr für das eigene Leben anerkannt. Das ist die biblische Grundlage.

Schon früh begann man in der Kirche, auch Kinder zu taufen. Dabei rückte die Taufhandlung ganz an den Anfang des Weges zum Christ werden. Das bedeutet, dass die Informationen über Gott nachgereicht werden müssen, wenn die Taufe überhaupt die Chance bekommen soll, zu einer runden Sache zu werden. Erst wenn der Täufling zu einem eigenen Ja zu Jesus und seiner Botschaft findet, ist die Taufe an ihrem Ziel. Eltern und Paten versprechen bei der Taufe, das Kind nach bestem Vermögen im christlichen Glauben zu erziehen. Eine große Verantwortung, die Sie damit für Ihr Kind übernehmen. Zwar kann niemand versprechen, einen „kleinen Christen“ zu erziehen. Jedoch versprechen Sie damit, Ihrem (Paten-)Kind auf den Weg des Glaubens zu helfen.

Nun werden unsere Kinder nicht in einem luftleeren Raum groß. Vielmehr wird Ihr Kind geprägt von dem, was Sie als Eltern wichtig nehmen. Darum ist diese Frage an Sie als Eltern von weitreichender Bedeutung. Im Grunde ist es die Frage nach dem, was Ihnen im Leben am Wichtigsten ist, oder noch genauer: Ob Sie als Eltern (und Paten) selbst als Christen leben wollen. Denn nur was man selbst lebt, kann man auch weitergeben.

Beim Weitergeben des Glaubens an unsere Kinder können zum Beispiel eine Kinderbibel und das Gebet vor dem Schlafengehen helfen. Zur Unterstützung der Familie bei der Erziehung zum Glauben gibt es in unserer Gemeinde z.B. Familiengottesdienste, Minigottesdienste, den Kindergottesdienst, Konfi 3, Konfi 8, Jugendarbeit und vieles mehr.

Die Taufe ist ein einmaliges, nicht wiederholbares Geschehen. Deshalb wird sie auch von allen Konfessionen wechselseitig anerkannt.

Informationen rund um die Taufe

Rund um die Taufe und den Gottesdienst

Tauftermin

Die Taufe findet in der Regel am zweiten, vierten (und ggf. fünften) Sonntag im Monat im Gottesdienst um 09:45 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Holsterhausen und um 11:30 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche in Rhade statt (einmal im Monat auch freitags um 12:00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche).

Zur Vorbereitung der Taufe lädt die Gemeinde die Eltern (gerne auch mit Paten oder Großeltern) zu einem Taufelternabend ein. Der Besuch eines solchen Elternabends vor der Taufe ist verpflichtend, die Termine können im im Gemeindebüro erfragt werden oder schauen Sie online unter Termine.

Dokumente

Die Bescheinigung für religiöse Zwecke, die das Standesamt zur Geburt erstellt hat, oder ersatzweise eine Kopie der Geburtsurkunde braucht das Gemeindebüro ebenfalls 14 Tage vorher, um die Taufe vorbereiten und eintragen zu können. Bei der Taufe erhalten sie dann eine Bescheinigung zum Einheften in das Familienbuch.

Das Patenamt

Sie benötigen mindestens einen Paten, der evangelisch ist und zum Patenamt zugelassen, also konfirmiert ist. Aus der Kirche Ausgetretene können nicht Paten werden. Paten, die nicht zu unserer Gemeinde gehören, sollten mindestens zwei Wochen vor der Taufe eine Patenbescheinigung im Gemeindebüro einreichen.

Wo sitzen Sie?

Es reicht, wenn Sie ca. 10 Minuten vor Beginn des Gottesdienstes in der Kirche ankommen. Ihre für Sie als Tauffamilie reservierten Plätze finden Sie vorne in den ersten Bankreihen.

Fotos

Bitte denken Sie daran, und informieren Sie auch Ihre Angehörigen und Freunde, dass das Fotografieren und Filmen während des Taufgottesdienstes nicht erwünscht ist. Im Anschluss an den Gottesdienst steht die Kirche für Fotowünsche auch am Taufbecken zur Verfügung.

Geschenk / Taufkerze

Als Geschenk der Gemeinde erhält der Täufling ein Taufkreuz aus Bronze sowie eine kleine Taufkerze. Gerne können Sie allerdings auch eine eigene, selbst gestaltete Kerze mitbringen.

Taufspruch

Vorschläge dafür können Sie weiter unter auf dieser Seite nachlesen. Dort finden Sie eine große Auswahl und auch einen Hinweis auf eine unabhängige Seite mit noch größerer Auswahl.

Sonstiges

Der Gottesdienst dauert in der Regel ca. 60 Minuten. Gerne können Sie oder Menschen aus Ihrer Verwandtschaft den Gottesdienst mitgestalten.

Für die Kinder aus Ihrem Familien- oder Bekanntenkreis besteht die Möglichkeit, dass sie nach der Taufhandlung von Ihnen zur Betreuung ins angrenzende Spielzimmer gebracht werden können.

Ablauf

Ablauf des Tauf-Gottesdienstes

Taufen finden im Gottesdienst vor der Predigt statt, also am Anfang des Gottesdienstes.

Zur Taufe werden wichtige Bibeltexte zu ihrer Bedeutung vorgelesen:

Matthäus 28,18-20:
Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach: "Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen in meine Nachfolge!
Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist! Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt!"

Markus 16,16:
Wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verurteilt werden.

Markus 10,13-16:
Einige Eltern brachten ihre Kinder zu Jesus, damit er sie segnen sollte. Die Jünger aber wollten sie wegschicken. Als Jesus das merkte, wurde er zornig: "Lasst doch die Kinder zu mir kommen! Haltet sie nicht zurück! Denn für Menschen wie sie ist das Reich Gottes bestimmt. Habt ihr denn immer noch nicht begriffen: Wer nicht wie ein kleines Kind voller Vertrauen zu Gott kommt, dem bleibt das Reich Gottes verschlossen." Dann nahm er die Kinder in seine Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.

Danach sprechen wir mit der Gemeinde das Glaubensbekenntnis:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Schließlich fragt der Pfarrer:

Wollt Ihr, Eltern und Paten, dass dieses Kind auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes getauft wird? Und versprecht Ihr nach besten Vermögen dafür zu sorgen, dass es im christlichen Glauben erzogen wird? So antwortet: Ja (, mit Gottes Hilfe)!

Taufhandlung

Wenn Eltern und Paten geantwortet haben, folgt am Taufbecken die Taufhandlung mit der Taufformel, dreimaligem Übergießen und Segnung des Täuflings.

Danach geht der Gottesdienst mit Liedern und der Predigt weiter.

Taufsprüche

Taufsprüche (in Auswahl)

Richter 5,31:
Die den HERRN liebhaben, sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht!

1. Samuel 16,7:
Der HERR sieht nicht auf das, worauf ein Mensch sieht. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.

Psalm 27,1:
Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?

Psalm 33,4:
Des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.

Psalm 36,10:
Denn bei dir, HERR, ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

Psalm 86,11:
Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.

Psalm 119,105:
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Jesaja 43,1:
Gott, der HERR, spricht: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

Jesaja 54,10:
Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.

Joel 3,5:
Wer des HERRN Namen anrufen wird, der soll errettet werden.

Matthäus 4,4:
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.

Matthäus 21,22:
Alles was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr's empfangen.

Matthäus 28,20:
Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Lukas 11,28:
Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.

Johannes 6,35:
Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Johannes 8,12:
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Johannes 14,6:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Apostelgeschichte 16,31:
Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig!

2. Korinther 5,17:
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

1. Johannes 4,16:
Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

 

Weitere Vorschläge können Sie nachlesen bei: www.taufspruch.de

Informationen zum Patenamt:

Mein Patenamt - Ein Wegweiser.pdf (3,1 MiB)

Weitere Informationen erhalten Sie über unser Gemeindebüro.