Herzlich Willkommen

auf den Internetseiten der Evangelischen Kirchengemeinde Holsterhausen.

Wir sind zuständig für alle Evangelischen in den Stadtteilen
Holsterhausen, Deuten, Rhade und Lembeck
in Dorsten.

Darüber hinaus ist unsere Gemeinde offen für jeden Interessierten, egal welcher Herkunft.

Wir sind Gemeinde Jesu Christi. Was das für uns bedeutet, kann man in unserem Leitbild nachlesen (s.u.).

Herzliche Grüße senden Ihnen
Andreas Deppermann, Hans-Jürgen Patro & Matthias Overath

Konzeption

Leitbild der Evangelischen Kirchengemeinde Holsterhausen

„Gemeinsam leben und glauben lernen.“

In folgenden fünf Dimensionen konkretisiert sich der Auftrag unserer Gemeinde:

Gott kennen lernen:

Dass Menschen Gott kennen lernen, war das vorrangige Anliegen Jesu. Kein Wunder: Denn die lebendige Beziehung eines Menschen zu Gott ist der Schlüssel zu allem, was der christliche Glaube für einen Menschen bereithält. Darum ist es das erste Ziel unserer Gemeindearbeit, dass möglichst viele Menschen Gott kennen lernen. Dies geschieht nach unserem Verständnis über eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Nicht nur die Gemeindeleitung, sondern jeder Christ und jede Christin trägt Verantwortung dafür, dass Menschen, die das Evangelium von der Liebe Gottes noch nicht kennen, davon erreicht werden.

Gott von Herzen lieben:

Der zentrale Auftrag unserer Gemeindearbeit ist, dass Menschen Gott von Herzen lieben lernen. Diese Liebe bei möglichst vielen Menschen zu entfachen, ihr Ausdruck zu verleihen und sie zu verstärken, darin sehen wir unsere wichtigste Aufgabe. Gott begegnet uns in der Größe und Schönheit seiner Schöpfung, er offenbart uns in Christus sein Heil und der Heilige Geist entfaltet in unserem eigenen Leben seine lebens- und weltverändernde Kraft. In unserer Gemeinde versuchen wir, diese drei Weisen, Gott zu erleben, zueinander zu bringen.

Im Glauben wachsen:

Christen sollen in unserer Gemeinde ermutigt und befähigt werden, in ihrem Glauben zu wachsen und zu reifen. Sie sollen eine zunehmende Fertigkeit darin entwickeln, ein Leben in der Jüngerschaft Jesu zu leben, das heißt ihm zu vertrauen, ihm nachzufolgen und – wie Jesus es nennt – „Frucht“ für ihn zu bringen. Dazu gehört die zunehmende Fähigkeit, für das Evangelium von der Liebe Gottes in Wort und Tat einzustehen.

Miteinander leben:

Das Christentum ist keine Privatreligion, sondern auf Gemeinschaft angelegt. Erst in der christlichen Gemeinschaft kann der Glaubende das entfalten, was Gott in ihn hinein gelegt hat. Ohne diese Gemeinschaft nimmt der Glaube mehr und mehr ab. Darum sind wir als Christen nicht nur berufen zu glauben, sondern auch miteinander zu leben, einander zu begleiten und uns gegenseitig liebevoll aufzubauen und zu helfen.

Für andere da sein:

Kirche ist nicht für sich selbst da. So wie Gott selbst sich unablässig für das Heil und Wohl der Menschen einsetzt, ist es auch Auftrag der Gemeinde und jedes einzelnen Christen, dem Nächsten zu helfen. Jedes Glied unserer Gemeinde ist dazu berufen, für andere da zu sein und unseren Mitmenschen im Gebet, mit Rat und Tat zu dienen, so wie Jesus uns gedient hat.

(Download als pdf Datei)

Stellungnahme zur Hauptvorlage "Familie heute"

Stellungnahme zur Hauptvorlage „Familie heute“ der EKvW 2013

Wir begrüßen es sehr, dass sich die EKvW einmal ausführlicher mit dem Thema „Familie“ beschäftigt.

Familien sind eine wichtige Basisstruktur unserer Gesellschaft und die christlichen Kirchen können und sollten wertvolle Hinweise und Hilfen in der politischen Diskussion um dieses Thema liefern.

Die diesjährige Hauptvorlage wird dem allerdings an manchen Punkten nicht gerecht:

– In der Hauptvorlage „Familie heute“ werden zwar zwei Grundpositionen in der Debatte der evangelischen Kirche um das Thema Familie benannt (S. 39f). Aber die Hauptvorlage folgt einseitig in weiten Passagen der zweiten vorgestellten Position, die einer Ausweitung und funktionalen Bestimmung des Familienbegriffs das Wort redet. Schon im dritten Satz der Einleitung werden zu Familie gerechnet „Eltern mit ihren Kindern; die junge Mutter, die ihr Kind allein erzieht; der verwitwete ältere Mann; die gleichgeschlechtlichen Paare; die pflegebedürftigen Eltern“ (S. 3). Eine solche beliebige Ausweitung macht den Familienbegriff unscharf und sinnentleert. Die Vielfalt der Lebensformen und die Menschen, die in ihnen leben, können wahrgenommen und respektiert werden, ohne dass man sie alle pauschal zu „Familie“ erklären muss.

– Familie hat zwar im Laufe der Geschichte unterschiedliche soziale und institutionelle Ausgestaltung gefunden. Ihr Kern aber ist immer derselbe: Die Partnerschaft von Mann und Frau, die sich von ihrer Ursprungsfamilie lösen, um in der für eigene Kinder sich öffnenden Ehe eine eigene Familie zu gründen. Diese Einschätzung findet sich sowohl im Alten (1. Mose 2, 24) als auch im Neuen (Matthäus 19, 5-6) Testament. Diese theologische Grundbestimmung wird in der Hauptvorlage nicht zur Sprache gebracht. Die sich gegenseitig ergänzende Polarität von Mann und Frau (1. Mose 1,27; Matthäus 19,4) ist aber grundlegende Lebensordnung der Schöpfung und kann deshalb nicht einfach „in der Vielfalt der Individuen durch andere Gemeinschaftsformen ‚ersetzt’ werden“ (S. 35). Eine rein funktionale Bestimmung von Familie („dauerhaft und generationenübergreifend persönlich füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen“, S.11) ignoriert, dass Familie sich in der Verbindung von Mann und Frau konstituiert als Ort für die Entstehung neuen menschlichen Lebens und in diesem Rahmen dann „Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und Verantwortung“(S. 39) zum Ausdruck bringt.

– Es wird zwar aus einem EKD-Gutachten die Erkenntnis zitiert, dass das Scheidungsverbot Jesu [zu ergänzen wäre: und anderer biblische Texte] zu lesen ist „als kritische Herausforderung gegenüber einer fast ins individuelle Belieben gestellten Auswahl unter den Lebensformen und als Plädoyer für die auf Dauer und Verlässlichkeit zielende Gemeinschaft von Mann und Frau“. Konsequenzen daraus werden aber nicht gezogen, und dieser Gedanke taucht auch nicht mehr auf bei den Überlegungen dazu, wie Familien in Kirche und Gesellschaft gestärkt werden können (S. 45ff).

Nicht thematisiert wird die Aufgabe von Kirche, Ehe und Familie in der beschriebenen Weise als positive und lebensbejahende Grundnorm herauszustellen, dafür zu werben und sich für Strukturen einzusetzen, die sie erhalten, sowie die nachwachsenden Generationen immer wieder auf dieses Ziel hin vorzubereiten.

Hier wünschen wir uns von unserer Landeskirche deutlicher am biblischen Menschenbild ausgerichtete Aussagen. Der gute Wille Gottes für das menschliche Zusammenleben ist auch in der heutigen Zeit zu bezeugen, in der viele Menschen nach Orientierung suchen und immer weniger Vorbilder und Modelle für gelingende Beziehungen finden.

Evangelische Kirchengemeinde Holsterhausen an der Lippe
Beschluss des Presbyteriums vom 13.3.2013
www.reformation2017.de